Helmut Arend

Ägypten

Dreiecke leuchten auf.
Die Sonne erscheint in vielen Flächen.
Die Pyramide erstrahlt, der Morgen beginnt.
Golden glänzt herrlich ihre Spitze.
So war es im alten Ägypten.

 

 

Leuchtet auch goldener Glanz des Himmels in dir?
Bringst du das Licht des Himmels in deinen Gedanken zum Leuchten?

 

 

Wer die Wesen der Welt mit klarem Sinn aufnimmt,
Entdeckt in ihnen das göttliche Sein!
Nach höherem Gesetz ist ein jedes Wesen geformt!

 

 

Planetenklänge hörten frühere Menschen;
Sie nannten das den Sphärenklang.

Geräusche gibt es viel´ in der Natur;
Die Töne der Musik sind einzig nur.

Sie klingen in der Seele Raum,
weshalb wir sie besonders lieben.

 

 

Die kleinste Handlung im Theaterspiel
Bewirkt am Ende doch so viel.
Sie ist ein Teil des Ganzen!

Wer sich bescheiden müht und übt,
Dem wird ganz sicher ungetrübt
Das Wichtige gelingen.

 

 

Wer die Erde erkennt,
ihre trockenen, heißen,
ihre kalten und feuchten Gebiete,
der gibt ihr Heimat in seinen Gedanken.

Wer die Erde erwandert,
ihre Berge und Täler,
gewinnt in der Seele für sich.

Wer die Erde pflegt und den
Pflanzen den Lebensraum schenkt,
liebt sie in der Tat.

 

 

Erde

Erde, du fester Grund,
du gibst mir Halt!
Wenn ich den Stein verstehe,
habe ich dein Gesetz erfasst!
Nicht flüchtig ist dein Sinn,
deine Kraft, dein Leib!
Meine Augen suchen deinen Halt und deine Form.
Meine Hände greifen gern das Feste,
denn es ist begreifbar
und nicht flüchtig wie der Wind.
Klare Kristalle funkeln in dir.
Licht im Dunkeln!
Deine Felsen zu erklimmen
fordert den Willen ganz und gar.

Nahe ich mich dir, dann mit Kraft!

Wasser

Des Wassers geheime Kraft,
sie kann mich erfüllen!

Es fließt vom Berge zum Tal,
vom Himmel zur Erde,
Seine Richtung ist abwärts!

Wasser,
es steigt aber auch hauchdünn als Nebel
wieder zum Himmel.
Seine Richtung ist aufwärts!

Es perlt in Tropfen,
sammelt sich im Meere,
Durchströmt die Lande,
und spendet Leben ringsum.

Es löst, was fest ist;
es bewegt, was starr ist.

Wie das Wasser sei meine Lebenskraft
reich an Sammlung und an Bewegung,

Es steige auf mein klarer Gedanke
zu erkennen und denken die Welt.

 

 

Die Luft

Die Luft mich umweht,
sie braust im Sturm,
sie säuselt leise,
sie streicht über unser Haupt,
sie trägt die Wolke weit übers Land,
sie strömt im Leib von Mensch und Tier,
sie webt in der Pflanzen grünem Kleid,
sie braust im Wasser gut versteckt,
sprüht auf als Schaum.

Die Luft

Sie ist ohn´ Ende, himmelweit!
Solche Weiten sollen erreichen meine Gedanken,
wenn frei ich sie gebe an meine klaren Sinne,
wenn sie mir er-öffnen den Sinn der Schöpfung.

 

 

Bevor du schaffst, handelst und wirkst,
lass ruhig in Gedanken das Bild der Tat
dir vor Augen dir treten.

Wäge ab!

Schaue genau!

Dann tue mit Kraft, Maß und Ziel!

 

 

Ein Teil des Kosmos
Ist der Stein,
Ist die Pflanze,
Ist das Tier,
Ist der Mensch.
Der Stein liegt ruhig,
Sein Leib ist in festen Formen kristallin gefügt.
Die Pflanze ist lebendig gestaltet,
Ihre Glieder streben zur Höhe-
Stets sich wandelnd.
Das Tier fühlt und bewegt sich im Raum.
Der Mensch denkt, versteht, handelt unfrei und frei.
Ein frei denkender und handelnder Mensch zu sein,
Ist mein Ziel.

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