Mareike Dinse

Ein Wort beginnt ganz still im Herz,
bevor es hörbar wird.
Es trägt Gedanken in die Welt,
wenn einer sie berührt.

Ein Wort kann trösten, Mut verleih'n,
es kann ein Lächeln schenken.
Es kann wie Sonnenschein erwärmen
und Herzen freundlich lenken.

Drum wähle Worte mit Bedacht,
so wachsen sie wie Licht.
Denn was aus einem Herzen spricht,
vergisst die Welt oft nicht. 

 


Ein Tropfen fiel aus altem Harz
und ruhte viele Jahr'.
Die Zeit umhüllte ihn mit Gold,
bis Bernstein daraus war.

Er trägt vergang'ner Welten Spur,
ein Blatt, ein Flügelkleid.
So wird bewahrt, was einst geschah,
für eine neue Zeit.

Wer Schönes tief im Herzen trägt,
nimmt es auf seinen Wegen mit.
Und jeder neue Tag beginnt
mit einem goldnen Schritt.

 

 

Die Berge stehen still im Licht,
der Wald erzählt ganz leis'.
Wer achtsam seine Wege geht,
wird innerlich erst reich.

Hab Mut, die Kraft, die in dir ruht,
der Welt auch zu verleih'n.
Denn wer sein Bestes ehrlich gibt,
wird wahrhaft glücklich sein.

 


Das Wasser sucht sich still den Weg,
steigt auf und kehrt als Regen heim.
Es zeigt uns: Alles wandelt sich,
doch nichts bleibt je allein.

Ein Bach verliert sein Wasser nie,
es wandelt nur Gestalt.
So wächst auch du von Tag zu Tag,
still, mutig und mit Halt.

 


Ein Lichtstrahl scheint ganz weiß und still,
doch trägt er Farben tief in sich.
Erst wenn er sich entfalten darf,
zeigt sich sein ganzes Licht.

So trägt auch jeder Mensch in sich
viel mehr, als man oft sieht.
Wer mutig durch das Leben geht,
lässt seine Farben blüh'n.

 

 

Mit Bedacht und ruhigem Schritt
zieht der Wanderer dahin.
Wo Wasser seinen Weg versperrt,
beginnt des Bauens Sinn.

Ein Stein nach dem andern fügt sich ein,
bis fest die Brücke steht.
So wächst aus Ruhe, Fleiß und Mut
ein Weg, der weitergeht.

 


Der Morgen webt aus Sonnenlicht
den ersten goldnen Faden.
Der Weg erzählt bei jedem Schritt
von kleinen Wundergaben.

Nicht jeder Schatz liegt auf dem Gipfel,
hoch über Tal und Stein.
Man findet ihn im leisen Staunen,
im Wachsen – klein und fein.

Wo Herzen noch Geschichten hören,
beginnt ein neues Lied.
Dort werden Träume leise Worte,
die weit die Welt durchzieh'n.

 


Woran ich gestern achtlos ging,
das leuchtet heute auf.
Was still im eignen Herzen schlief,
nimmt seinen neuen Lauf.

Ein fremder Weg wird mir vertraut,
ein Gruß weht leis' im Wind.
Die Welt erzählt an jedem Ort,
wer wir im Werden sind.

Des Weges Biegung ruft mich fort,
dem Morgen still entgegen.
Mit offenem Herz und wachem Blick
entstehen neue Wege.

 

 

Verborgen steigt das Wasser auf
vom Wurzelgrund zum Licht.
Kein Auge sieht den stillen Weg,
und doch versiegt er nicht.

Was tief im Herzen Sonne sammelt,
trägt goldnen Glanz in sich.
Wie Bernstein reift aus stiller Zeit
das Beste – innerlich.

 


Wo einst das Eis die Erde hielt,
erblühn heut Wiesen weit.
Wo Feuer alles niederwarf,
wächst neues Leben mit der Zeit.

Kein Wald beginnt als mächt'ger Baum,
kein Fluss erreicht das Meer im Nu.
Doch jede Kraft, die wachsen darf,
findet ihren Weg dazu.

So wächst aus jedem kleinen Keim
ein Wald, der Himmel sieht.
Wo Mut dem eignen Herzen folgt,
beginnt das schönste Lied.

 


Wenn leis die Nacht herniedersinkt,
kehrt Frieden in das Land.
Die Sterne legen ihren Glanz
ganz sacht in jede Hand.

Am Morgen weckt das erste Licht
die Blüte auf dem Feld.
Still wächst, was gestern unsichtbar,
und öffnet sich der Welt.

So trägt ein jedes Menschenherz
sein eigenes stilles Licht.
Wer es behutsam leuchten lässt,
verliert den Weg wohl nicht.

 


Die Säule wächst nicht über Nacht,
sie trägt durch ihre Kraft.
Sie steht ganz still an ihrem Ort
und hält, was sie erschafft.

So wächst auch jeder Mensch heran,
mit jedem neuen Schritt.
Wer ruhig seinen Weg vertraut,
nimmt viele Herzen mit.

Nicht Lautsein macht den Menschen groß,
nicht Eile und nicht Schein.
Es ist die Kraft des guten Tuns,
die lange sichtbar bleibt.

 

 

Das Kolosseum, Stein um Stein,
erbaut mit Maß und Zeit,
umschließt in seinem weiten Rund
einen Raum voll Möglichkeit.

Wo Bogen tragen, Mauern schützen
und das Licht von oben fällt,
darf laut wachsen, was verborgen,
und Platz finden in der Welt.

 


Wer mutig seinen Gipfel sucht,
trägt Kraft in Herz und Blick.
Doch wahre Größe zeigt sich dort,
wo Liebe führt den Schritt.

Sieh jedes Blatt und jeden Stein,
hör jedes Herz im Wind.
Wer Großes kann und Gutes tut,
bleibt immer Sonnenkind.

 


Schicht auf Schicht legt sich die Erde,
Jahrmillionen ruhen drin.
Sand und Stein bewahren leise,
was einst Anfang war und Sinn.

Aus der Tiefe wächst das Neue,
fest gegründet, klar und rein.
Was geduldig Zeit durchschreitet,
wird von innen kostbar sein.

So erzählt uns jeder Stein:
Alles braucht die rechte Zeit.
Treu zu wachsen, sich zu wandeln –
darin liegt Beständigkeit.

 


Ein Bach beginnt mit leisem Klang,
verbirgt sich noch im Moos.
Bald tanzt er über Stein und Sand,
lebendig, hell und groß.

Er nimmt auf seinem langen Weg
die kleinen Bäche auf.
So wächst aus vielen Stimmen still
ein weiter, voller Lauf.

Wo Wasser singt, da wächst das Grün,
da blüht die Welt aufs Neue.
Aus vielen Herzen wird Gemeinschaft –
getragen von der Treue.

 

 

Im Wald entsprang ein goldner Tropfen,
vom Sonnenlicht berührt.
Die Zeit verwandelte ihn still,
bis Bernstein daraus wurd'.

Er trägt das Licht in seinem Kern
und strahlt von innen weit.
Wer seine eigne Wärme schenkt,
macht hell die Dunkelheit.

So wächst aus jeder kleinen Kraft,
die mutig sich entfacht,
ein Leuchten, das die Welt berührt
und Herzen fröhlich macht.

 

 

Wie Wolken ziehn Gedanken fort
zu immer neuem, fernem Ort.
Doch tief im Herzen ruht ein Licht,
das auch bei Wind und Regen spricht.

Vertrau ihm still auf deinem Gang,
dann wächst die Kraft ein Leben lang.
Und jeder Schritt, den du verstehst,
wird Segen sein, wohin du gehst.

Was still in deiner Seele reift,
wird einst zur Tat, die weitergreift.
Wie Wolken Licht zur Erde tragen,
so wird dein Wesen Zukunft wagen.

 

Die Rinde schützt den jungen Baum
vor Sonne, Frost und Wind.
Sie wächst mit jedem neuen Jahr,
weil Leben in ihr rinnt.

Auch jeder Mensch trägt still in sich
ein schützendes Geäst.
Wer achtsam seine Grenzen kennt,
wächst stark und wurzelt fest.

 

 

Ein Blatt fällt still zur Erde nieder,
ein Abdruck bleibt im Stein.
So hebt die Zeit behutsam auf,
was einst durfte sein.

Nicht alles, was von Wert uns ist,
tritt laut ins Licht hinaus.
Manches wächst im Stillen fort
und findet dort sein Haus.

Auch leise Spuren bleiben oft,
wenn Augen sie nicht seh'n.
Was mit dem Herzen einst begann,
wird niemals ganz vergeh'n.

 

 

Zu Cäsars Zeiten wuchs die Kunst,
das Rechte zu erkennen.
Mit klarem Blick und ruhigem Sinn
das Wahre zu benennen.

 

Es braucht ein Herz, das hören kann,
Verstand, der sorgsam wägt.
So wächst Gerechtigkeit heran,
die Menschen freundlich trägt.

Wer aufmerksam die Welt betrachtet,
mit offenem Sinn und klarem Blick,
trägt einen Schatz durchs ganze Leben,
der sicher führt – Schritt für Schritt.

 

 

Tief unter Fels und Erdenraum
ruht glühend eine Kraft.
Sie sucht sich Wege durch den Stein,
bis Neues sie erschafft.

Erreicht die Glut das Licht der Welt,
erstarrt sie Stein für Stein.
So wird aus Kraft und heißem Mut
Basalt aus Feuerglut.

Kein Strom aus Lava fließt umsonst,
kein Funke bleibt verlor'n.
Was mutig seinen Weg beginnt,
wird stark und neu gebor'n.

 


Ein Segel fängt den freien Wind,
ein Schiff tanzt auf dem Meer.
Mal tragen Wellen weit hinaus,
mal fordern Stürme sehr.

Ein Lachen ist wie heller Wind,
es trägt das Schiff hinaus.
Ein gutes Herz kennt seinen Stern
und findet stets nach Haus.

 

 

Tief in der Erde wächst ein Stein,
ganz langsam, Jahr um Jahr.
Die Zeit verleiht ihm seine Kraft,
beständig, fest und klar.

So trägt er Wälder, Fluss und Feld,
ganz still und doch bereit.
Was treu aus gutem Grunde wächst,
besteht durch alle Zeit.

 


Aus Wasser, Licht und warmer Luft
entsteht der Wolkenzug.
Sie wandeln still ihr weißes Kleid
auf ihres Windes Flug.

Mal schenken sie den Feldern Regen,
mal lassen sie die Sonne frei.
So trägt ein jedes seinen Teil
und bleibt sich selber treu.

 

 

Die Sonne hebt das Wasser auf,
der Wind trägt es von Ort zu Ort.
Als Regen kehrt es still zur Erde
und setzt den ewigen Wandel fort.

So fließt die Kraft durch diese Welt,
still, fröhlich, klar und rein.
Wo Herzen wie lebend'ge Quellen sind,
zieht neue Hoffnung ein.

 


Im tiefen Schoß der Erde ruh'n,
verborgen vor dem Licht,
Kristalle voller Farbenkraft –
das Auge sieht sie nicht.

Geduldig formt die stille Zeit
ihr leuchtend buntes Kleid. 
und Edelsteine weit und breit –
sie blühen für die Ewigkeit.

So wächst auch manches Menschenherz
verborgen, still und klar.
Und zeigt der Welt zur rechten Zeit,
welch seltner Schatz es war.

 

 

Tief unter Fels und dunklem Stein,
verborgen vor der Welt,
beginnt ein Tropfen still und klein,
der niemals sich verstellt.

Er fällt und fällt seit langer Zeit,
ganz leise, Jahr um Jahr.
So wachsen Säulen in die Höh' –
ein Wunder, still und klar.

Nicht Eile schafft das große Werk,
nur Treue Schritt für Schritt.
So wächst aus jedem kleinen Tun
die Kraft, die Zukunft mit.

 

 

Ein leeres Blatt, ein erster Strich,
ein Bild entsteht ganz leis'.
Hab Mut, dem eignen Weg zu trau'n,
er führt auf seine Weis'.

Bewahr dein Staunen, deinen Mut,
dein Herz voll Fantasie.
Die schönsten Bilder wachsen dort,
wo einer glaubt an sie.

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