Osterbrunnen

Ein Beitrag von Sabine Zäpfel (Freie Waldorfschule Wendelstein)

Eisiger Wind pfiff uns um die Ohren, Hagelkörner fielen vom Himmel, als wir am Brunnen in der Marktstraße ankamen und überlegten, wie wir ihn am besten in einen Osterbrunnen verwandeln könnten. Zum Glück kam bald darauf die Sonne zum Vorschein. Sie trocknete und wärmte uns.

Die eine Hälfte der Klasse besuchte zunächst die Bücherei. Die andere Hälfte begann unter der fachkundigen Anleitung von Liana Schorr mit dem Schmücken. Viele Jahre hatte sie sich mit Kindern und Eltern unserer Schule um diesen kleinen Osterbrunnen gekümmert. Gemeinsam wollten wir die Tradition wieder aufleben lassen. 

Wie wichtig das Wasser zum Gedeihen und Wachsen der Saat ist, konnten wir schon im Herbst beobachten. Mit der Zeit wurde uns klar, dass das Wasser die Grundlage alles Lebendigen ist. 

Wir hörten, dass zum Auferstehungsfest aus der Fränkischen Schweiz der Brauch kommt, das Wasser zu feiern und Dankbarkeit zu zeigen, indem gemeinsam die Brunnen geschmückt werden. So bemalten wir viele Eier, die Symbole für Fruchtbarkeit und Erneuerung. Mit den Eiern, mit Zweigen, Moos und Blumen gelang die Verwandlung des Brunnens in einen Osterbrunnen. Mögen viele Menschen Freude daran haben!

Ihr Kommentar