Eine Woche "Olympische Spiele" in Mitteldeutschland

Ein Höhepunkt des 5. Schuljahres

Für die Fünftklässler verschiedener Waldorfschulen der Mitteldeutschen Region hat das 5. Schuljahr schon seit acht Jahren einen besonderen Höhepunkt. Es sind die Griechischen olympischen Spiele, in denen sich die Kinder in den fünf klassischen Disziplinen Speer- und Diskuswerfen, Weitsprung, Kurzstreckenlauf und Ringen sowie im Wagenrennen zum gemeinsamen Wettstreit versammeln.

Ein Jahr der Vorbereitung

Ein Schuljahr lang haben sie sich im Sportunterricht durch vielfältiges Üben auf dieses Ereignis vorbereitet und auch im Rahmen der Geschichtsepochen Wissenswertes aus dem Leben im antiken Griechenland erfahren. So können sie es kaum erwarten, ihre selbst genähten Gewänder zu ihren Sportsachen zu packen und auf Reise zu gehen.

Mitteldeutsche Waldorfschulen

Schüler, Lehrer und Betreuer aus den Waldorfschulen Leipzig, Dresden, Halle, Jena, Eisenach, Cottbus, Magdeburg und Chemnitz treffen sich schließlich zu einem einwöchigen gemeinsamen Aufenthalt im Kinder- und Jugenddorf Beichlingen in Thüringen.

Dort üben sie in den Poleis (Stadtstaatengruppen), in denen sich bunt gemischt Kinder der teilnehmenden Schulen zusammengefunden haben. Die Disziplinen werden noch einmal praktiziert, griechische Volkstanze einstudiert, die Gewänder erhalten eine gedruckte griechische Schmuckkante und es wird ein Athletenstab geschnitzt. Auch Gesang, Theaterspiel und das Musizieren haben ihren Platz im vielfältigen Lagerleben der jungen Athleten.

Freundschaften werden geschlossen

Und schon bald ist der Zusammenhalt in der Polei fest, so dass in den olympischen Wettspielen sich jeder für jeden stark macht. Denn im Wettbewerb führt nicht die Höchstleistung des Einzelnen zum Sieg. Das Ergebnis der gesamten Polei ist entscheidend. Gewonnen haben am Ende alle Athleten. Freude, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung unter Beachtung der Regeln sind Ziele der Wettspiele. Vor der versammelter Athleten - und Kampfrichtergemeinschaft versprechen die jungen Griechen in der Eröffnungszeremonie beim Olympischen Feuer, treu den Regeln der Fairness zu folgen und die Leistungen der anderen zu achten.

Unvergessliche Eindrücke

Am Ende erhält jeder Athlet eine detaillierte Einschätzung seiner gezeigten Fortschritte und seines Auftretens in der Poleis sowie eine Medaille.

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen reisen die Fünftklässler nach dieser ereignisreichen Woche wieder nach Hause.

„Hands in Peace"

Diese inzwischen traditionelle Veranstaltung gliedert sich ein in die internationale Bewegung „Hands in Peace", die vom Spacial Dynamics Institute, Mechanicville, New York unter Leitung von Jaimen MacMillan ins Leben gerufen wurde, um Kinder aus in Konflikten stehenden Ländern und Volksgruppen im friedlichen sportlichen und sozialen Miteinander zu verbinden.

Kommentar
Es wurden noch keine Kommentare verfasst.
Ihr Kommentar