Flaschentauch-Wettbewerb

Unter Kindern war es früher eine schöne Freizeitbeschäftigung einen Flaschentauch-Wettbewerb zu veranstalten. Während die Erwachsenen in der Gartenlaube gemütlich beieinandersaßen und sich unterhielten, nahmen die Kinder sich die leeren Flaschen und liefen damit zu einer Wassertonne. Damals hatten die Flaschen noch einen Bügelverschluss, sodass die Flaschen jederzeit wieder gut verschließbar waren.

Worum ging es bei diesem Wettbewerb? Man füllte die Flaschen zunächst mit Wasser - aber nicht ganz voll, dann verschloss man sie. Es sollte versucht werden, genau die Menge Wasser zu treffen, die notwendig war, um die Flaschen so abtauchten zu lassen, dass sie ganz langsam wieder auftauchten.

Nun stieß man die Flaschen gleichzeitig gegen den Boden der Regentonne unter Wasser. Die letzte Flasche, welche die Wasseroberfläche dann wieder durchbrach, hatte gewonnen. Verloren hatten hingegen alle diejenigen, deren Flaschen zu schwer waren und auf dem Boden liegen blieben oder zu leicht waren und zu schnell nach oben stiegen.

Selbstverständlich musste man die Flaschen früher den Eltern zurückbringen. Blieben die Flaschen, weil sie zu schwer waren, auf dem Boden der Regentonne liegen, musste man tief mit den Armen ins Wasser greifen. Dann ließ es sich nicht vermeiden, dass man nass wurde. Nicht selten gab's zuhause deswegen Ärger. Also galt es dies auf jeden Fall zu vermeiden, die Wasserdosis geschickt abzumessen und immer wieder deren Auftriebskraft zu testen!

 

Was lernte man dabei, ohne es zu wissen?

Glas ist schwerer als Wasser, es hat eine höhere Dichte. Füllt man die Flasche ganz mit Wasser, so wird sie zwangsläufig sinken. Lässt man nur Luft hinein, wird sie schwimmen.

Wenn aber die zum Teil mit Wasser gefüllte Flasche genauso schwer ist wie dasjenige Wasser, welches die Flasche in der Tonne verdrängt, dann wird die Flasche annähernd schweben.

 

Sie können diesen Wettbewerb auch mit Ihrer Klasse machen.

Kommentar
Es wurden noch keine Kommentare verfasst.
Ihr Kommentar