Benjamin Franklin: Sind Blitz und Funke identisch?

Während die Erforschung der Elektrizität bisher aus­schließlich in Europa betrieben wird, taucht eines Tages auch in den englischen Kolonien jenseits des Atlantik ein Mann auf, der Wichtiges zu diesem Thema zu sagen hat. Dieser Mann ist Benjamin Franklin, am 17. Januar 1706 in Boston als 15. von den 17 Kindern eines Seifensieders geboren. Sein Leben hat er zum großen Teil selber be­schrieben.

 

Ob wohl Blitz und Funke auch identisch sind?

Bei seinen Arbeiten stößt Franklin immer wieder auf die Ähnlichkeit zwischen dem Blitz und dem elektrischen Funken. Er unterzieht dieses Problem daraufhin einer genauen Prüfung, vergleicht beide Erscheinungen mit­einander und notiert am 7. November 1749 in seinem Tagebuch: „Elektrisches Fluidum stimmt mit dem Blitz in folgenden Punkten überein:

  1. Erzeugen von Licht
  2. Farbe des Lichts
  3. Gezackte Form
  4. Schnelle Bewegung
  5. Leitung durch Metalle
  6. Knall oder Geräusch im Augenblick des Entladens
  7. Existieren in Wasser oder Eis
  8. Spalten von Körpern, die sie durchdringen
  9. Töten von Tieren
  10. Schmelzen von Metallen
  11. Entzünden von brennbaren Substanzen
  12. Schwefelgeruch

Damit besteht für ihn eigentlich kein Zweifel mehr an der Identität von Blitz und Elektrizität. Am 29. Juli des folgenden Jahres teilt Franklin diese Gedanken brieflich Collinson mit und berichtet gleichzeitig über seine neue­sten Versuche.

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