Das Mini-Einmaleins

Ein Beitrag von Antje Bek

An den Waldorfschulen werden die Einmaleins-Reihen durch repetitives rhythmisches Aufsagen der Reihen verbunden mit bestimmten Bewegungen gelernt und geübt. Diese Tradition ist nicht auf Angaben Rudolf Steiners zurückzuführen. Er selbst hat wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass die Kinder die Aufgaben des Einmaleins und des Einspluseins, zunächst in einem begrenzten Zahlenraum, auswendig lernen sollten und auf diese Weise die Gedächtnisbildung - durch Mathematik - geschult werde.

Das Mini-Einmaleins enthält ein Viertel aller Aufgaben des kleinen Einmaleins und bildet damit eine solide erste Grundlage für das Kopfrechnen, ohne Hochzählen der Reihen. Wichtig: Voraussetzung ist ein Verständnis für Zahlen und ein Verständnis für die Rechenoperation, d.h. für die Multiplikation. Fehlen diese Voraussetzungen, "vergessen" die Kinder die Aufgaben immer wieder.


Lernkarten Mini-Einmaleins

Mit den Lernkarten können die Kinder alleine, zu zweit oder in kleinen Gruppen üben. Man kann die Aufgaben und Lösungen separat ausdrucken und zusammenkleben. Für etwas dickeres Papier ist auch ein beidseitiger Ausdruck möglich. Wer die Karten selbst farbig gestalten möchte, findet dazu schwarz-weiße Vorlagen.

Eine sinnvolle Reihenfolge beim Üben ist: Gelb, blau, rot, grün (in der Mini-Einmaleinstafel grau). Mit dem Mini-Einmaleins und den dazu gehörigen Lernkarten soll eine Möglichkeit gegeben werden, dass die Kinder der 1. Klasse, ggf. noch der 2. Klasse, eine überschaubare Anzahl von Einmaleinsaufgaben auswendig lernen und zudem eine Vernetzung der Aufgaben untereinander stattfinden kann.

Rudolf Steiner zum "Mini"-Einmaleins

„Dann aber beginne man, wenn das Kind mit dem Zahnwechsel fertig ist, ja gleich damit, es das Einmaleins lernen zu lassen, und meinetwillen sogar das Einspluseins; wenigstens, sagen wir, bis zur Zahl 6 oder 7. Also das Kind möglichst früh das Einmaleins und Einspluseins einfach gedächtnismäßig lernen zu lassen, nachdem man ihm nur prinzipiell erklärt hat, was das eigentlich ist, es prinzipiell an der einfachen Multiplikation erklärt hat, die man so in Angriff nimmt, wie wir das gesagt haben. Also kaum daß man imstande ist, dem Kinde den Begriff des Multiplizierens beizubringen, übertrage man ihm auch schon die Pflicht, das Einmaleins gedächtnismäßig zu lernen.“ (Lit.:GA 295, S. 168f)

Lernkarten - farbig
Lernkarten - schwarz-weiß 

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