Ein Rechenbuch von Hermann Bauer

Lebendiges Rechnen

Dieses Buch ist aus der Erfahrung entstanden, dass ein erfolgreicher Mathematikunterricht Fertigkeit und Freude beim Rechnen voraussetzt. Und diese erwachsen vor allem, wenn vielfältige, rhythmisch gegliederte Aufgaben gerechnet werden, wenn interessante, ja erstaunliche Ergebnisse herauskommen, wenn die Schüler selbständig Aufgaben entwickeln können und wenn sie die Möglichkeit haben, die Resultate selber zu kontrollieren. Dafür bietet diese Schrift eine Fülle von Beispielen. Sie will dazu anregen, dass viel und gerne gerechnet wird und man dadurch lernt, sich frei und lebensvoll in der Zahlenwelt zu bewegen. Vieles ist natürlich schon an anderer Stelle veröffentlicht, aber vieles ist auch ganz neu. So führt die Theorie des Spiels „Ergänzen und Spiegeln" in ein neues, weitgehend unerforschtes Gebiet der Zahlentheorie. Alles Übrige ist neu dargestellt oder erweitert oder methodisch-didaktisch neu begründet, wobei auch tiefere Erkenntnisfragen angesprochen werden. Vor allem kommt es bei der heute vorhandenen Fülle von „Stoff" wesentlich darauf an, eine sinnvolle Auswahl im Sinne der erstrebten Ziele zu treffen.

Ausführlicher ist in diesem Rahmen eine Einführung in das Gebiet der Bruchrechnung behandelt. Zu diesem Gebiet gibt es schon eine Reihe von guten Darstellungen. Diese sollen hier nicht kritisiert werden. Ich glaube aber, dass durch meine Ausführungen, die Möglichkeiten für einen systematische Aufbau der Bruchrechung bereichert und so das Gebiet noch besser fassbar wird. Ich erwähne nur zwei Punkte: Die Brüche sind primär nicht einfach Zahlen, sondern Operatoren, deren Anwendung Zahlen auf einen Bruchteil verkleinert. Das sollte möglichst bald ins Bewusstsein kommen, damit auch möglichst bald gerechnet und nicht zu lange gezeichnet und geschrieben wird. Zum andern sind die Brüche eng mit Division und Multiplikation verbunden, wogegen Addition und Subtraktion ihrem Wesen ferner liegen. Es scheint mir daher sinnvoll, mit der Tradition, dass man die Addition zuerst behandelt, zu brechen.

Einige Ausführungen über Dezimalzahlen sowie negative Zahlen mit ihren „Geheimnissen" schließen sich organisch an.

Der Buch beinhaltet keinen allgemeinen Aufbau des Rechenunterrichts, setzt aber auch keine besonderen Kenntnisse voraus, sondern gibt überall auch die nötigen Grundlagen. Es kann ab dem dritten Schuljahr in allen Klassenstufen Anregungen für einen lebendigen, interessanten und vor allem zum Üben ermunternden Rechenunterricht geben.

 

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