Rückblick auf die große Reise

Ein Beitrag von Franka Paul

Nun sind wir dem Rhein 1230 Kilometer gefolgt, von seiner Quelle in den Schweizer Alpen bis zu seiner Mündung ins Meer im niederländischen Rotterdam.

Wir haben die kleinen Quellbäche gesehen, die den Tomasee füllen. Wir sind ins Bergdorf Sedrun hinuntergewandert und haben den Rhein auf seinem Weg durch die Alpentäler hinunter bis zum Bodensee begleitet. Wir sind dem Rhein durch den Bodensee hindurch gefolgt, haben gesehen, wie er sich, kurz nach der Kurve nach Süden, als Rheinfall eine Steinstufe hinunterstürzt. Bei Basel wird er schiffbar. Dort macht er auch die große Kurve nach Norden und nimmt seine Hauptrichtung auf.

Weiter ging die Reise durch das breite Rheintal, wo der Rhein zwischen Schwarzwald und Vogesen hindurchfließt. Wir haben die Universitätsstadt Freiburg aus der Ferne gesehen und sind schließlich nach Mannheim gekommen, der Stadt mit dem gitterförmigen Stadtkern, wo der Neckar in den Rhein mündet. 

Dann ging es weiter nordwärts den Rhein entlang, der sich seinen Weg durch weitere Mittelgebirge – den Pfälzer Wald, den Odenwald, den Hundsrück und den Taunus, die Eifel und den Westerwald – bahnt. Viele bekannte Zuflüsse hat der Rhein auf dieser Reise: Den Main, die Mosel, die Lahn und die Sieg.

Wo die Ruhr in den Rhein mündet, haben wir angehalten und uns mit der Steinkohle im Ruhrgebiet beschäftigt. Du hast ein eigenes Bergwerk gezeichnet und wir haben erfahren, warum die Steinkohle für die Menschen ein wertvoller Rohstoff ist.

Auf unserer letzten Etappe macht der Rhein einen Bogen nach Westen, hier mündet die Lippe in den Rhein, und er gelangt in die Tiefebene. Kurz vor seiner Mündung in die Nordsee, im Rheindelta, fließt noch die Maas in den Rhein. Schließlich sind wir in der Hafenstadt Rotterdam angekommen, wo die großen Frachtschiffe be- und entladen werden.

Was meinst du, wie lange ein Wassertropfen von der Quelle bis zur Mündung braucht? Es sind etwa 52 Tage!

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