Vom Baumstamm zum Brett (Mobiles Sägewerk)

Ein Beitrag von Dorothee Raiser (Klassenlehrerin an der Magdalenenschule in Winterbach)

Aus der Handwerkerepoche der 3. Klasse

Ein ganz besonderes Erlebnis für die Kinder:

 

Unsere Baumstämme werden zu Brettern gesägt, direkt vor Ort, mit einem mobilen Sägewerk. Eindrücklich, die ganze Technik, so nah und nachvollziehbar vor Augen, bewundert und aufmerksam verfolgt, „ER"*, Christian Schwarz, Herr über unzählige Hebel und Schalter, Meister an der Säge.

* müsste eigentlich im ganzen Text groß geschrieben werden,
um den fast ehrfürchtigen Ton der Kinder wiederzugeben..

Beim anschließenden Erzählen glühen die Kinder nahezu vor Begeisterung und um das Erlebte zeichnerisch verarbeiten zu können muss immer wieder Blatt an Blatt geklebt werden ...

 

„Das hab ich noch nie gesehen, so einen Lastwagen mit Sägeanhänger."

„Er hatte einen Gürtel mit einer Box mit Schalter. Damit hat er den Kran bewegt und rauf und runter gesteuert. Das hat er voll gut hingekriegt. Das hätt ich nicht hingekriegt.
An der Seite mit den 24 Hebeln war das Glas kaputt. Da ist einmal ein Brett durch die Säge durchgerutscht und dagegen geknallt."

 

„Mit der Zange hat er die Baumstämme auf das Sägewerk drauf. Dann hat er es in die richtige Position gebracht, kurz hoch und runter. Dann hat er gesägt. Das habe ich noch nie erlebt. Die Säge kam immer vor und zurück, weil es mobil war."

„Ferngesteuert ist er mit dem scharfen Sägeblatt durchs Holz gegangen. Dann waren es Bretter. Sie wurden in den Haken gelegt zum Halten. Dann kam der nächste Stamm zum Sägen. Als alle durchgesägt waren, hat er sie mit dem Kran auf den Boden und mit der Motorsäge, einer orangenen, lauten, mit größerem Schwert als Herr Schmidt seine, die Bretter durchgesägt. Sie sahen fast aus wie Tischbretter oder eine Bank. Die Bretter waren viele."

 

„Cool war, wie das Sägemehl rauskam und der Berg größer wurde. Das Sägemehl blieb am Sägeblatt hängen, dann wurde es hochgesaugt und dann irgendwann rausgelassen."

„Ich durfte die Bretter anstreichen, wo sie durchgesägt werden mussten, dass es immer 3 Meter sind. Wir haben die Bretter auf einen Stapel. Wir mussten sie drehen."

„Und immer so Holzdinger dazwischengelegt. Immer ein Fach frei, dass es nicht zusammenklappt, sondern besser trocknet."

„Ich durfte die Zange steuern und mit dem Hebel ein bisschen die Säge fahren. Er hatte Ohrenschützer an. Beim Sägen hat er sie ausgezogen. Einmal hatte er sie lustig an. Er hat sie an der Stirn gehabt. Es hat Spaß gemacht, weil alles elektrisch war."

„Wir durften am Ende ein bisschen Holz mit nach Hause nehmen. Wir haben auch Sägemehl mitgenommen."

„Ich wollte nicht mehr weggehen. Es war voll cool!"

Die Texte stammen von Isajah, Jalil, Janis, Leon, Phillip, Ronja, Sarah, Tomes

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