Kartoffeln setzen

Eine Bildergalerie von Philip Bishop (Gartenbaulehrer) und Matthias Rick (Klassenlehrer/ Freie Waldorfschule am Kräherwald)

Im Frühjahr setzen bei uns die 3. Klassen im Schulgarten die Kartoffeln. Von unserem Gartenbaulehrer werden sie dabei fachkundig angeleitet. Wenn die reifen Kartoffeln nach den Sommerferien durch dieselbe dann 4. Klasse ausgemacht werden, sind die ersten Momente wie ein kleines Wunder:

"So viele dicke Kartoffeln, obwohl wir doch nur immer eine hineingelegt haben!" Das sind kostbare Augenblicke, die mit Staunen und vielen Begeisterungsrufen begleitet werden.

Ich kann den Kartoffelanbau der 3. Klasse nur empfehlen!!

Matthias Rick

 

Freie Waldorfschule Walhausen:

Auch wir haben, allerdings schon in der zweiten Klasse, Kartoffeln gesetzt, auf die Fläche, die im Herbst dann für unser Getreide vorgesehen war. Die geernteten Kartoffeln haben wir kiloweise verkauft und konnten mit dem Erlös unsere neuen Altblockflöten finanzieren. Meine Kinder sind mit dem Radl in ihren Dörfern herumgefahren und haben alle Kartoffeln verkauft. Die Flöten, die damit finanziert wurden, übrigens die erste Klasse unserer Schule, die keine Sopranflöten nahm, haben in meiner Klasse damit auch einen ganz anderen Stellenwert.

Die Kartoffel war gleichzeitig eine gute Bodenbearbeitung, denn das Pflügen ging für die Kinder noch schwer genug, aber doch leichter als auf anderen, weniger gepflegten Böden. Nebenbei haben wir gelernt, mit der Waage umzugehen, Gewichte abzuschätzen, kg - g, Geld zusammenzählen, und es wurden Schüler aktiv, die sich sonst eher "bedienen lassen".

Sabine Lüdtke-Becker

 

Kommentar
Es wurden noch keine Kommentare verfasst.
Ihr Kommentar