Bienengedichte
lange Fassung
Die goldene Biene
Goldene Biene, sonniges Kind,
getragen vom warmen Sommerwind,
erwachst mit dem Morgen im duftenden Licht
und kennst deine Arbeit, doch klagst du sie nicht.
Du steigst aus dem Stock in den blauen Raum,
vorbei an der Linde, dem Garten, dem Baum.
Die Blumen, sie öffnen die Kelche so weit
und schenken dir Nektar zur Sommerzeit.
Im Klee und im Mohn, in der Rose so rot,
findest du Nahrung und tägliches Brot.
Du sammelst und trägst mit emsigem Sinn
die Schätze des Sommers zum Bienenstock hin.
Dort wohnen die Schwestern in warmer Hut,
jede voll Fleiß und jede voll Mut.
Sie bauen aus Wachs die Waben so fein,
als müsste ein goldener Palast es sein.
Und sinkt dann die Sonne am Abend zur Ruh,
schließt jede Blüte die Blätter nun zu.
Die Bienen kehren heim durch die goldene Luft,
beladen mit Sommer und Blütenduft.
getragen vom warmen Sommerwind,
lehre auch uns durch dein stilles Sein,
