Bienengedichte

kurze Fassung
 
Goldene Biene, sonniges Kind,
getragen vom warmen Sommerwind.
Von Blüte zu Blüte ziehst du hinaus,
bringst süßen Honig mit nach Haus.
Im Stock erklingt dein leises Lied,
das durch die Wabenräume zieht.
Fleißig wirkst du Tag für Tag,
weil jede Biene helfen mag.
 
Samira Fürmetz
 
 

lange Fassung

Die goldene Biene

Goldene Biene, sonniges Kind,
getragen vom warmen Sommerwind,
erwachst mit dem Morgen im duftenden Licht
und kennst deine Arbeit, doch klagst du sie nicht.

Du steigst aus dem Stock in den blauen Raum,
vorbei an der Linde, dem Garten, dem Baum.
Die Blumen, sie öffnen die Kelche so weit
und schenken dir Nektar zur Sommerzeit.

Im Klee und im Mohn, in der Rose so rot,
findest du Nahrung und tägliches Brot.
Du sammelst und trägst mit emsigem Sinn
die Schätze des Sommers zum Bienenstock hin.

Dort wohnen die Schwestern in warmer Hut,
jede voll Fleiß und jede voll Mut.
Sie bauen aus Wachs die Waben so fein,
als müsste ein goldener Palast es sein.

Die Königin wandert durch Wabengang sacht,
umsorgt von den Schwestern bei Tag und bei Nacht.
In jede Zelle legt sorgsam sie ein
das Leben, das künftig wird Bienenvolk sein.
 

Und sinkt dann die Sonne am Abend zur Ruh,
schließt jede Blüte die Blätter nun zu.
Die Bienen kehren heim durch die goldene Luft,
beladen mit Sommer und Blütenduft.

Goldene Biene, sonniges Kind,
getragen vom warmen Sommerwind,
lehre auch uns durch dein stilles Sein,
gemeinsam zu wirken und eins zu sein.
 
Samira Fürmetz