So sieht unsre Wirtschaft aus

Nach einem Gedicht von Paula Dehmel (1862 – 1918)

Unser Müller hat ein Mühlenhaus,
mi-ma-Mühlenhaus,
kommt Korn hinein und Mehl heraus,
mi-ma-Mehl heraus;
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.

Unser Bäcker, der backt Zuckerschnecken,
zi-za Zuckerschnecken,
braunes Brot und weiße Wecken,
wi-wa weiße Wecken;
Zuckerschnecken, weiße Wecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.

Unser Metzger hat ein feistes Schwein,
fi-fa-feistes Schwein,
und pökelt Wurst und Schinken ein,
schi-scha-Schinken ein;
feistes Schwein, Schinken ein,
Zuckerschnecken, weiße Wecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.

Unser Bauer hat 'ne Scheckenkuh,
schi-scha Scheckenkuh,
die gibt uns Milch und Butter dazu,
bi-ba-Butter dazu;
Scheckenkuh, Butter dazu,
feistes Schwein, Schinken ein,
Zuckerschnecken, weiße Wecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.

Unsre Mutter hat 'nen Hühnerschlag,
hi-ha-Hühnerschlag,
da legt die Henne jeden Tag,
ji-ja-jeden Tag
Hühnerschlag, jeden Tag,
Scheckenkuh, Butter dazu,
feistes Schwein, Schinken ein,
Zuckerschnecken, weiße Wecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.

Unser Peter ist ein kluges Kind,
kli-kla-kluges Kind,
das fragt nicht viel und isst geschwind,
i-a-isst geschwind;
kluges Kind, isst geschwind,
Hühnerschlag, jeden Tag,
Scheckenkuh, Butter dazu,
feistes Schwein, Schinken ein,
Zuckerschnecken, weiße Wecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.

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