Die Auster

Ne Auster auf dem Meeresgrund
gibt ihrer Freundin strahlend kund,
dass grad zuvor ein Tintenfisch
mit ihr geflirtet, schmeichlerisch.

„Zuerst da hat er mir gewunken“,
erzählt die Auster liebestrunken,
„und dann, als ich ihm zugelacht,
da hat er zärtlich und ganz sacht
in seine Arme mich genommen …
ich bin davon noch ganz benommen.“

So schwärmt die Auster schwärmerisch,
von dem tollen Tintenfisch …

Doch da bekommt sie einen Schreck:
„Huch, meine Perle ist ja weg!“
Und danach war ihr völlig klar,
das er ein Heiratsschwindler war.


Wolfgang Reinisch

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