Maskenbau - für eine Woche nach Venedig

Ein Beitrag von Steffi Duchow (Freie Waldorfschule Leipzig)

In unserer Projektwoche haben wir Venezianische Masken selber gemacht. Am ersten Tag fertigten wir mit Gips die Rohmasken an und ließen sie über Nacht trocknen, um am nächsten Morgen die Masken fertig zu modellieren (Augen ausschneiden, Mund und Augenbrauen formen usw.).

Am dritten Tag bemalte, beklebte und schmückte jeder seine Maske und am Ende wurde die Farbe noch gefestigt mit Fixierspray, damit sie bei Feuchtigkeit nicht verlaufen. Damit waren jetzt alle Masken in ihrer Vielfalt von Farben und Mustern fertig und nun musste sich jeder um ein Kostüm passend zu seiner Maske kümmern und tatsächlich hatten sich am Donnerstag alle in überirdische Wesen verwandelt und waren bereit, so, also völlig vermummt in die Stadt zu fahren.

In der Stadt gingen wir in kleineren Gruppen bedächtigen Schrittes und erstaunten so manchen Passanten, bis wir schließlich alle wieder in der Schule angekommen waren und unsere Erlebnisse und Eindrücke schilderten. Die Leute schauten uns teilweise mit erstauntem, aber auch mit angstvollem oder skeptischem Blick an. Einige machten Kommentare oder fragten sogar nach, warum wir denn so herumlaufen würden, ob das eine Show sei oder ähnliches. Im Gesamten habe ich den Stadtgang als sehr lehrreiches Projekt empfunden, am meisten gefallen hat mir eine Kindergartengruppe, weil eines der Kinder total erstaunt und doch überzeugt meinte: „Das sind ja richtige Menschen eigentlich!"

Meg, 8.Klasse

MASKERADE

Mit der 9 zum Goerdeler Ring
unsre Maskentour anfing.
Damit wollten wir erreichen,
dass die Leute all erbleichen.
Hinter den Masken ganz stumm,
liefen wir in der Stadt herum.
Und mit sicherem Tritt
liefen wir in bedächtigem Schritt.
Doch als es langsam wurde 11,
erklang es plötzlich: "Go back to yourself!"
Und als wir zurück in unsrer Haut
wurde der Raum von Stimmen laut.
"Was haben die Leute gesagt?",
wurden wir hinterher gefragt!

Eleonore und Teresa, 8. Klasse

Vom 24. bis zum 28. September hatten wir eine tolle Projektwoche, in der wir Masken herstellten. Am ersten Tag unserer Projektwoche nahmen wir einen Abdruck unseres Gesichtes und machten erste Entwürfe. Über Nacht trockneten die Masken und konnten am zweiten Tag gut bearbeitet werden. Wir gaben ihnen Augenbrauen, Lippen und eine ordentliche Nase. Der Mittwoch galt ganz der Gestaltung. Wir bemalten unsere Masken, klebten alles Mögliche drauf und ließen das Ganze bis zum Donnerstag trocknen. Zu Hause sollten wir uns dann ein Kostüm aussuchen. Donnerstag ging schließlich fast die ganze Klasse mit Kostüm und Maske durch „die Höfe am Brühl", durch das Kaufhaus „Karstadt" und die Innenstadt. Die Passanten fanden das meistens sehr witzig. Und wir auch!

Fabian, 8. Klasse

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