Franziskusspiel

Dieses Franziskusspiel wurde von Rosemai M. Schmidt geschrieben

Spieldauer: ca. 40 Minuten

feste Rollen: 16, dazu noch verschiedene Rollen in variabler Besetzung

Franziskus tut sich als reicher Tuchhändlerssohn vor allem durch seinen losen Lebenswandel hervor und ist der Schrecken aller ehrbaren Bürger von Assisi. Den Ernst des Lebens lernt er kennen, als die Perugianer Assisi angreifen und er als Soldat in den Verteidigungskrieg zieht.

Er landet als Kriegsgefangener im Gefängnis von Perugia, wo er schließlich krank und schwermütig wird. Sein Vater kauft ihn frei, doch er verharrt in Schwermut. Schließlich hat er beim verfallenen Kirchlein San Damiano ein Gotteserlebnis, in welchem er von Gott den Auftrag erhält, seine Kirche wieder aufzubauen.

Er stiehlt seinem Vater Tuch, das er verkauft, um den Aufbau zu finanzieren. Der Vater klagt ihn an, und Franziskus sagt sich von allen weltlichen Bindungen los, um nur noch in der Nachfolge Christi zu leben.

Mit der Zeit folgen ihm andere Menschen nach, man erzählt sich von Wundern, die er getan hat, und als er schließlich stirbt, verehrt man ihn als Heiligen.

Über Rückmeldungen würde sich die Autorin sehr freuen: rose-may@email.de

Hier können Sie sich das Spiel anschauen und kostenfrei herunterladen: Franziskus von Assisi

 

Kommentar
13.02.2020 | Verena Bosse | Lehrerin
Sehr geehrte Frau Schmidt, mit Interesse habe ich Ihr wunderbar gedichtetes Franziskusspiel gelesen. Sie haben alle selbst gedichtet? Chapeau! Doch wurde ich gleich am Anfang etwas stutzig was den Inhalt betrifft. Hier steht mehr im Vordergrund das Verlassen „der bürgerlichen Welt“ und nicht das Verhältnis von Franziskus zu den Tieren - was ihn ja besonders auszeichnet. So habe ich eine menschenkundliche Anmerkung zum 2. Schuljahr aus dem Lehrplan R.Steiners: „Aufwecken des Seelischen , so dass es sich aus sich selber wirklich mit der Umgebung verbindet.“ „Dass das Kind, mit dem , was es sinngemäß aus seiner Umgebung sich aneignet, Immer das Moralische - seelisch geistige - sich mit aneignet.“ Ebenfalls aus dem Lehrplan R. Steiners. Beim Liedgut geht meine Frage in eine ähnliche Richtung! Es muss ja nicht mehr pentatonisch sein? Vor einigen Jahren habe ich zusammen mit einem Kollegen in einer Heilpädagogischen Schule ein Franziskusspiel einstudiert. Wir haben es allerdings nicht selbst gedichtet, nur umgeschrieben. Unser Liedgut war „Kein Tierlein ist auf Erden“ und „der Wächter auf dem Turme saß“. Unsere Kinder waren sehr zu begeistern. Auch wenn die Schüler eine Mischung aus „G“ und „E“ bestanden und wir mit viel Humor und langem Atem mit Rollenspielen anfingen. Aber vielleicht kann ich den Wandel der letzten 5 Jahren in der Waldorfschule nicht mehr ganz nachvollziehen, weil ich bedauerlicherweise im staatlichen Schulwesen unterwegs bin. Zum Glück nur noch ein halbes Jahr bis zur Rente. Wenn es mir gelingt „unser“ Franziskusspiel einzuscannen, würde mich interessieren, ob es Ihnen zu „heilig“ ist? Wir haben lediglich den Text von Tobias Richter aus Wien umgeschrieben.
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