Der Glöckner von Notre Dame

von Viktor Hugo in einer Fassung von Annika Kirschke und Joachim Beck

8. Klass-Spiel der Freien Waldorfschule Markgräflerland im Schuljahr 2017/18

Den „Glöckner von Notre Dame“ gibt es in unzähligen Fassungen. Legendär die Verfilmung mit Anthony Quinn und Gina Lollobrigida, bekannt auch das Musical, sogar als Animationsfilm ist er den meisten Kindern inzwischen ein Begriff. In der hier vorliegenden Fassung war es uns ein Anliegen, dem Original so nah wie möglich zu kommen, vor allem der wunderbaren Sprache Viktor Hugos. Und so sind viele der Dialoge voller Wortwitz, Poesie und Dramatik einfach dem Roman wortwörtlich entnommen. Ergänzt, gekürzt und verändert haben wir dort, wo es der Handlungsstrang und die Dramaturgie eines Theaterstückes erfordert. Wir haben uns die Freiheit genommen, ein glückliches und ein tragisches Ende zu schreiben und den Schülern die Wahl zu lassen. Wobei das bei unserer Klasse keine Frage war, das tragische Ende musste her. Die Themen Ausgrenzung, Mitgefühl, Barmherzigkeit und Liebe sind einer 8. Klasse sehr nah, können aber ebenso von einer 12. Klasse ergriffen werden.

Ein tragendes Element dieser Aufführung war die Musik. An den dramatischten Stellen brachte sie das emotionale Gegengewicht zu den Abgründen der menschlichen Seele. So wurden Trost, Barmherzigkeit und Liebe vor allem durch die Musik spürbar. Tanz und das „Lied der Narren“ brachten zudem den nötigen Schwung in einige Szenen.

Wir haben das Stück auf einer „offenen“ Bühne gespielt. Mitten im Publikum war in Kreuzform ein großes Podest gebaut, wie ein Laufsteg, in deren Mitte der Marktplatz war. An den unterschiedlichsten Stellen wurde gespielt. So war das Publikum immer mittendrin, mal nah dran, mal weiter weg, aber immer gefordert sich dem Ort des Geschehens zuzuwenden, was die ganze Szenerie lebendig gehalten hat.

Das große Portal mit der Rosette von Notre Dame haben wir per Beamer auf die Bühne projiziert. Die Folterszene und die letzte Szene im Glockenturm haben wir im Schattenspiel gespielt, wodurch auch der Sturz von Don Frollo auf eine weiche Matte dramatisch dargestellt werden konnte. Selbstverständlich ist auch ein ganz anderer Bühnenaufbau möglich.

Alle Szenen waren verbunden durch Glockengeläute, das die Schüler, im Saal rundherum verteilt, mit Metallplatten verschiedener Größen klangvoll in Schwingung brachten.

Dieses Material kann nun gegen eine Gebühr käuflich erworben werden. Interessenten setzen sich bitte mit mir in Verbindung.

Annika Kirschke 2019,  Kontakt: annika.kirschke@posteo.de

 

Hier eine Leseprobe

Hier ein Musikbeispiel Narrenlied mit Text

 

Musikauswahl zum Glöckner von Notre Dame

Notenmaterial liegt dem Gesamtpaket bei.

„Narrenlied“

Text A. Kirschke zu einer Melodie von 1500
Melodiestimme+ Begleitung durch Bass, Klavier oder Gitarre, Rahmentrommel
Zwischenspiele mit Flöten/Streichern

Belle qui tiens ma vie“ von 1588
vierstimmiger Satz

Gregorianischer Gesang
einstimmig

Instrumentales Zwischenspiel „Verliebt“
für Glockenspiel, Harfe oder Klavier (Kirschke)

„La Marmotte“
Gesang und Begleitung (Melodie Beethoven, Text Goethe), dazu der Tanz Chapelloise

Taize Gesang Nothing can trouble”
vierstimmiger Satz

“Hymne a l’amour” von Edith Piaf Noten müssen selbst erworben werden und bei der Gema angegeben werden

„Flow my tears“ von John Dowland 1597,
Melodie und vierstimmiger Satz (Steichquartett oder Bläserbegleitung)

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