Claudia Kehrer

Die Bäume rauf und runter
flitzt das Eichhorn, flink und munter.

Jedoch, trotz all der wilden Spiele,
hat das Eichhorn nicht vergessen,
Eicheln und Nüsse zu sammeln, ganz viele.
Schließlich braucht's im Winter auch etwas zu essen.

 

 

Wer ist's, der langsam wandert
und kaum vom Fleck zu kommen scheint,
der hin und her mäandert?
Ein starkes Haus schützt ihn vorm Feind.

An jedes Ziel kommt er beharrlich,
auch wenn es uns sehr langsam scheint
Ein kleines Tier, das ist es wahrlich,
es ist der Schneck, was habt denn ihr gemeint?

 

 

Was ich schaffen will?
Den Blick richt‘ ich auf's Ziel.

Was ich gerade tu?
Ich arbeite mit Kraft und Ruh'.

Was habe ich getan?
Am Abend seh' ich's an.

Habe ich's gut gemacht?
Dann sag' ich zufrieden "Gute Nacht!"

 

 

Die Wiese liegt im Sonnenlicht,
nichts regt sich, es ist still.
Aber hörst und siehst du es nicht?
Im Gras, da regt sich viel.

All die Tiere, klitzeklein,
ein jedes regt sich, ohne Rast,
sammelt unermüdlich Nahrung ein
und ist dabei doch ohne Hast.

 

 

Im Dunkel des Waldes, spät in der Nacht,
ist ein kleiner Keim erwacht.
Tief versteckt, zwischen Farn und Moos,
wuchs der Keim, wurde stark und groß.
Farn und Moos hatten ihm Schutz gegeben,
als starker Baum hütet er nun deren Leben.

Tief verborgen im dunklen Wald
liegt im Sonnenschein ein See.
In dem Glitzern seh' ich bald
ein Schwanenpaar, so weiß wie Schnee.

Im Nest am Ufer hocken
die Jungen, hilflos und klein,
zerrupft und grau und gar nicht trocken.
Das werden bald stolze Schwäne sein!

 

 

Sanft schlug ans Ufer die Welle,
flüsternd die nächste schon rollt,
die Sonnenstrahlen, so helle,
der Himmel leuchtet wie Gold.

Wolken ziehen hoch oben
ruhig und lautlos die Bahn.
Möwen fliegen da droben,
die lautlos dem Wasser sich nah'n.

 

 

Tief verborgen im dunklen Wald
fiel ein Samkorn zur Erde, ganz sacht.
Aus diesem Samkorn wurde schon bald
ein starker Baum, wer hätte das gedacht?

Niemand hat je sein Wachsen geseh'n
und doch sieht ihn jetzt jeder im Walde steh'n.

 

 

Seine Wurzeln steckt er tief in den Grund,
tief und noch tiefer hinab.
Die Blüte ist gelb und sonnenrund,
der Stängel wie ein Stab.

Schließt sich die gelbe Blüte,
ist bald das Wunder zu sehen.
Weiße und winzigkleine Hüte
siehst du in alle Welt hinausgehen.

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