Heidi Engel

Wo ich auch steh‘,
Wo ich auch bin,
Hell ist mein Sinn.

Was ich auch tu,
Was ich auch will,
Ich kenn‘ mein Ziel:

Dorthin lenk ich meinen Schritt,
Ohne Eile, Tritt um Tritt,
Bis am Ziel ich droben steh‘-
Weithin in die Ferne seh‘.

 

Hei, mein Rößlein, wie’s weit über Gräben springt,
Seine Mähne sie flattert so fröhlich im Wind,
Seine Hufe sie traben im Takte dazu,
Und ich weiß unser Ziel
Und ich reite drauf zu.

Da steht das Schloss,
erhebt sich hoch,
Das Tor geht auf,
Ich reite ein:
Das Schloss soll meine Heimat sein!

 

Es hockte hoch in einem Baum
Ein Vögelein, man sah es kaum,
So klein war’s und so zierlich.
Doch sang es laut und sang so hell,
Dass ich es endlich sehen wollt,
Drum kletterte ich blitzesschnell
Den Baum hinauf -
Da flog es fort.

Nun saß ich droben,
war nicht bang:
Und sang!

 

 

Sonne scheint mit hellem Leuchten
Auf die gute Mutter Erde,
Hilft den Pflanzen, Tierlein, Menschen,
Dass sie wachsen und gedeih’n.

Ich will ihr danken und
Ich will ihr helfen, dass
Weit sich verbreite der Sonne Schein.

 

Eine Quelle entsprang voller Freude dem Fels,
Und gar lustig murmelt das Bächlein,
Auf dem Weg über glitzernde Steine.

Ein stiller See empfängt den Bach,
nun ruht der Fluss in tiefem Traum:
Ein Spiegelbild vom Himmelsraum.

 

Bevor das Licht des Tags anbricht
Herrscht Dunkelheit im Land;
Horch: Die Amsel erhebt den Gesang
Und die Dämmerung kündigt mir an,
Dass der lichtvolle Tag sich nun naht.

 

Weitaus streckt der hohe Baum seine starken Äste,
Und die bunten Vögelein sind gern seine Gäste:
Sieh, wie sie picken an Rinde und Blatt,
Horch, wie sie zwitschern und singen,
Schau wie sie furchtlos hinauf und hinab
Sich durch die Baumkrone schwingen.

 

Der Bär brummt im Wald
Auf der Suche nach Honig,
Auf der Suche nach Honig,
Brummt er vor sich hin. –

Er brummelt, dass kaum eine Biene ihn hört.
Und jetzt schnuppert er lautlos,
Und jetzt schnuppert er still,
Bis er endlich findet,
Was er will.

 

Horch, wie das Beil,
Krachend den Baumstamm trifft,
Sieh, wie das Seil
Ruhig die Richtung weist,
In die der Baum nun fällt.

Vieler Hände Arbeit,
Vieler Hände Müh’n,
Bringen Holz zum Brennen,
Bringen Holz zum Glüh’n.

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