Was? Wie? und Warum?

Zu den Projektarbeiten einer Waldorfschule gehören auch die Jahres- oder Halbjahresarbeiten im achten und zwölften Schuljahr:

Jeder Schüler soll sich mit einem Thema über längere Zeit befassen. Dabei gibt es drei Schwerpunkte, die in unterschiedlicher Gewichtung alle vorkommen sollten.

  • Ein handwerklich-künstlerisches Arbeitsstück
  • eine schriftliche Arbeit zum Thema
  • und die mündliche Präsentation vor großem Publikukum.

Die Aufgabe, sich ein selbst gewähltes Ziel zu setzen, das Thema über längere Zeit zu verfolgen und etwas Eigenes daraus zu machen, ist eine große Herausforderung, weil sie jedem Schüler über längere Zeit ein beachtliches Durchhaltevermögen abverlangt. Am Ende ist die vorliegende Arbeit ein Zeugnis all der Schritte, Kämpfe, Rückschläge und Erfolge, die durchgemacht werden mussten, um ans Ziel zu gelangen.

Bereits die Auswahl einer geeigneten Arbeit erweist sich oftmals als schwierig. Während manchen Schülern sofort etwas einfällt, müssen andere lange suchen, bis sie sich endlich zu ihrem eigenen Thema durchgerungen haben. Besonders schwierig ist es, wenn man ein eher theoretisches Thema wählen möchte und nun einen passenden praktischen Teil dazu finden soll. Deshalb liegt im achten Schuljahr das Hauptgewicht auf diesem praktischen Teil und die schriftliche Arbeit erzählt vor allem von dem Weg, den man gegangen ist.

In der achten Klasse tauschten wir nach einiger Zeit des Probierens, Verwerfens oder auch der konzentrierten Arbeit regelmäßig über den Fortgang aus. Manch einer merkte dadurch, dass die Zeit davonzulaufen begann, andere stießen auf unerwartete Hindernisse, die sie plötzlich unter Zeitdruck bewältigen mussten.

Jetzt bereiten wir uns auf den großen Tag, an dem wir die Arbeiten vor Eltern, Lehrern, Mitschülern, Freunden und Verwandten präsentieren werden, vor. Es ist eine ziemlich schwierige Herausforderung, vor einem gefüllten Saal zu sprechen, aber gerade deshalb ...

Hauke Frithjof und Henning Kullak-Ublick

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