Schülertexte zum Thema Freundschaft

Ein Beitrag von Luzia Büchel (Klassenlehrerin an der Freien Waldorfschule Wetterau)

... Der Fuchs verstummte und schaute den Prinzen lange an:
„Bitte ... Zähme mich!", sagte er.
„Ich möchte wohl", antwortet der kleine Prinz, „aber ich habe nicht viel Zeit.
Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen."
„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs.
„Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber, da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"
„Was muss ich da tun?", sagte der kleine Prinz.
„Du musst sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs.

Antoine de Saint-Exupery, „Der kleine Prinz"

 

Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse
haben Gedanken zum Thema Freundschaft formuliert.

Freundschaft ist etwas, das sich nicht von heute auf morgen entwickeln kann. Es braucht etwas Zeit, um sich besser kennen zu lernen.

Freundschaft ist sehr wichtig, denn ohne Freunde, die einem bei Seite stehen, wäre das Leben sehr langweilig.

Freunde helfen sich gegenseitig. Freundschaft ist etwas sehr Wertvolles, da man sie behüten und beachten muss.

Manche Kinder meinen, sie hätten einen erst-, zweit-, dritt- und viertbesten Freund. Aber, wenn man doch Freunde hat, wieso sind sie dann nicht alle gleich wert? Bei mir ist es so, dass der eine Freund genauso wichtig ist wie alle anderen Freunde. Nur der Unterschied ist, dass sich z. B. dem einen mehr meine Geheimnisse anvertraue als dem anderen. Was ich damit sagen will, ist, jeder Freund hat etwas Besonderes in sich, was der andere Freund nicht hat.

Freundschaft muss sich auch nicht immer zwischen Menschen entwickeln. Man empfindet auch Gefühle für Tiere, wie z. B. zu einem Hund. Er ist des Menschen treuestes Tier. Auch wenn man Hunde als Haustiere hat und man sich am Anfang nicht so gut versteht, entwickelt sich nach einiger Zeit eine sehr gute Freundschaft.

Ich glaube, Freundschaft ist das Zweitwichtigste im Leben nach der Familie. Freundschaft hat eine Balance zwischen Menschen, mit denen man nicht befreundet ist, aber sich gut mit ihnen versteht und mit der Familie.

Ich glaube, von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft- keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.

Ich hoffe, dass jeder mit seiner Freundschaft respektvoll umgeht, denn sie ist eine Seele in zwei Körpern.

 

Freundschaft ist sehr wichtig für jeden, denn ohne Freundschaft wäre das Leben nur halb so schön.

Ein guter Freund besitzt viele gute Eigenschaften. Er muss nett sein und man sollte viel Spaß mit ihm haben können. Gute Freunde helfen sich immer gegenseitig und können sich aufeinander verlassen. Gute Freunde verstehen sich meistens gut, aber es kann auch mal Streit geben. Doch oft ist es schnell wieder vergessen und man verträgt sich.

Das Wichtigste in einer Freundschaft ist das Vertrauen! Wenn ich mich mit Freunden treffe, gehe ich mit ihnen zum Beispiel Shoppen und Fahrradfahren. Dabei haben wir immer viel Spaß.
Auch Tiere können gute Freunde vom Menschen sein. Ich verbringe viel Zeit mit meinem Hund Luzie. Sie ist immer da, auch wenn sonst niemand Zeit hat.

Freunde sind immer füreinander da. Ohne sie wäre es sehr langweilig und wir würden uns sehr einsam fühlen.

 

„Wer Freunde hat, braucht keine Feinde mehr."
Dieses Sprichwort hat auch etwas Wahres, aber, was wäre ein Leben ohne Freundschaft? Ich persönlich finde, jeder Mensch braucht Freunde. Hierfür, finde ich, gibt es ein weiteres gutes Sprichwort:

„Ich habe einen besten Freund und es ist besser, einen besten Freund zu haben als 100 schlechte."

Ich finde, auch darin liegt die Wahrheit denn, wenn man Pech hat, man falsche Freunde bekommt und es ist ein sehr schlechtes Gefühl, zu erfahren, dass man einen falschen Freund hat.

Ich finde, mit einem guten Freund muss man über vieles oder alles reden können.
Freunde müssen da sein, wenn es einem schlecht geht und auch als Freund von einem anderen muss man alles für den anderen machen.

Man sollte keine Geheimnisse vor Freunden haben.

Ich finde ein weiteres Zitat von Werner Schneyder sehr gut:
„Freundschaft ist, wenn dich einer für gutes Schwimmen lobt, nachdem du beim Segeln gekentert bist."

 

Freundschaft ist das gegenseitige Vertrauen zweier Personen. Man könnte nämlich keine wirkliche Freundschaft aufbauen, wenn man ständig streitet.

Freundschaft ist wie eine Spur im Wüstensand oder ein Pfad durch das Dickicht des ich Waldes. Man muss sie ständig aufrecht halten und pflegen, sonst verliert sich die Freundschaft und ungewollt mag der Mensch einen nicht mehr.

Freundschaft ist der gute Zusammenhalt von Freunden in allen Lebenslagen.

Freunde unterstützen und helfen sich gegenseitig. Sie können einander vertrauen, sich Geheimnisse anvertrauen weil man weiß, dass der Freund es niemanden weiter sagt.

 

Freundschaft tritt in jeder Lebenslage auf. Freunde sind das Wichtigste für einen Menschen im Leben.

Da der Mensch ein soziales Wesen ist, ist ein Leben ohne Freunde sehr unangenehm und schwer.

Man kann eine Freundschaft ganz unbewusst mit einem Menschen beginnen. Manchmal ist man mit Leuten sehr gut befreundet, von denen man eigentlich gedacht hat, es könnte sich nie eine Freundschaft entwickeln.

Gute Freunde müssen sich nicht jeden Tag sehen oder generell täglich Kontakt haben.

Gute Freunde melden sich auch bei dir, wenn sie nicht gerade einen Gefallen brauchen.

Manche Freunde kennt man sein Leben lang, andere erst seit kurzer Zeit. Aber die Länge der Zeit spielt keine große Rolle, sondern, wie sehr man sich zu der Person hingezogen fühlt.

Man kann auch eine gewisse Freundschaft zu einem Tier haben, zum Beispiel zu einem Hund (der ja bekanntlich als der beste Freund des Menschen gilt). Ich persönlich habe noch nie so eine Tier-Freundschaft gehabt.

Im Leben trifft man auch viele Fake-Freunde. Manchmal ist es sehr schwer zu erkennen, ob jemand wirklich dein Freund sein will oder einen nur belügt.

Manche Freude hat man sein Leben lang, zu manchen verliert man vielleicht auch leider den Kontakt oder streitet sich und bricht den Kontakt ab. Manche von ihnen findet man dann später im Leben wieder.

Heutzutage muss man sehr darauf achten, was man für Freunde hat; mit was für Leuten man sich freiwillig umgibt und wem man wirklich vertrauen kann.

Freundschaft bedeutet für mich ein Nehmen und Geben, Vertrauen und gemeinsames Glücklichsein, aber auch gemeinsam traurig sein.

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