Warum ist der Morgen- und der Abendhimmel rot?

Nun, das liegt daran, dass die Erde eine Atmosphäre hat. In dieser Atmosphäre tummeln sich neben Vögeln und Flugzeugen unzählige Staubteilchen, an denen sich das Sonnenlicht bricht. In den erdnahen Luftschichten findet man die meisten Staubpartikel. Man kann sich das so vorstellen, als wenn man mit der Taschenlampe in einen unheimlich staubigen Speicher leuchtet: Da reflektiert der Staub das Licht, und das Licht verteilt sich stärker. Dadurch erklärt sich auch, weshalb ein Raum viel heller ausgeleuchtet wird, wenn man vor ein sonnenbeschienenes Fenster eine weiße Gardine zieht.

Wenn man das Sonnenlicht analysiert, so erkennt man, dass es verschieden farbige Anteile enthält. Man sieht das, wenn sich Licht in einem Prisma an einem Fenster bricht. Dann erscheint Regenbogenfarben an der Wand. Man hat herausgefunden, dass blaues Licht sehr kurzwellig und rotes Licht eher langwellig ist. Logischer Weise trifft kurzwelliges Licht in der Atmosphäre aber viel häufiger auf Staubteilchen, die es reflektieren und brechen.

 

Durch folgenden Vergleich kann man sich das ganz gut vorstellen:

Zwei Freunde, Blau und Rot, gehen durch eine belebte Fußgängerzone. Das langwellige Rot zieht eine ganz langgezogene Schlangenlinie - es stößt nur selten mit anderen Fußgängern zusammen. Anders das kurzwellige Blau: Es läuft ganz schnell zickzack - und rempelt ständig wen an.

So ist das auch in der Atmosphäre: Das blaue Licht trifft viel häufiger auf irgendwelche Partikel, wird viel häufiger gebrochen und reflektiert und von uns dadurch viel stärker wahrgenommen: Der Himmel ist blau.

Doch warum sind Sonnenuntergänge rot? Nun, das liegt an der Entfernung, die das Licht durch die Atmosphäre zurücklegt. Mittags steht die Sonne direkt über uns, ihre Strahlen legen einen vergleichsweise kurzen Weg durch die Atmophäre zurück - der Himmel ist blau. Abends steht die Sonne ganz hinten am Horizont. Auf diesem langen Weg wird das langwellige rote Licht so oft gebrochen, dass es dem blauen Farbanteil überwiegt. Und so färbt die Sonne den Himmel rot.

Guter Link zu einem Video (Sendung mit der Maus), der ausführlicher erklärt, warum der Himmel blau, morgens und abends aber auch rot ist.

 

Staub

Staub ist die Sammelbezeichnung für feinste feste Teilchen, die in der Luft aufgewirbelt lange Zeit schweben können. Staubteilchen können aus organischen (Blütenpollen, Bakterien, Pilzsporen) oder anorganischen Materialien (Gesteinsstaub, Mineralfasern) bestehen. Eine allgegenwärtige Form des Staubes, der aus organischem und anorganischem Material besteht, ist Hausstaub. Zusammenballungen von Hausstaubpartikeln zu größeren Gebilden werden auch als „Wollmäuse" bezeichnet.

Wichtige natürliche (Schweb)staubquellen sind:

  • Bodenerosion
  • Vulkanismus
  • Meere (sea spray)
  • Sandstürme (Sahara-Staub in Mitteleuropa, Wüste von Nevada)
  • Pollenflug
  • Wald- und Buschbrände mit natürlicher Ursache (Blitzschlag)

Wichtige anthropogene (Schweb)staubquellen sind:

  • Industrielle Prozesse
  • Energiegewinnung (Kraft- und Fernheizwerke)
  • Verkehr
  • Landwirtschaft
  • Bautätigkeit
  • Haushalte
  • Wald- und Buschbrände

 

Sandstürme

 

Insbesondere bei Sandstürmen werden riesige Partikelmengen in die Atmosphäre geschleudert und teilweise tausende Kilometer vom Quellgebiet entfernt wieder auf der Erde deponiert.

 

Pollen

Pollen tragen zur natürlichen Staubbelastung insbesondere im Frühjahr bei. Menschen, die allergisch auf Pollen reagieren (Heuschnupfen), leiden unter dieser natürlichen Staubbelastung besonders.

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