brauner Bär

Er wird auch Meister Petz genannt, ist eines der größten Raubtiere und zählt zu den Sohlengängern. Er erreicht eine Länge von 1½ m und eine Schulterhöhe von beinahe 1 m. Sein plumper Körper ist in einen langzottigen, braunen Pelz gehüllt. Der rundliche Kopf läuft in eine kegelförmige Schnauze aus. Die Beine sind dick und ziemlich kurz. Die breiten Füße haben nackte Sohlen und je 5 Zehen mit langen Krallen. Sie berühren beim Gehen den Boden mit der ganzen Sohlenfläche. Der Schwanz ist kurz und kaum bemerklich. Trotz seines schwerfälligen Körpers kann der Bär geschickt scharren, gut laufen und vortrefflich klettern, z. B. um wilde Bienenstöcke zu plündern.

Der Bär ist ein Allesfresser. In der Jugend nährt er sich hauptsächlich von Pflanzenkost, besonders von Wurzeln. Beeren, Obst und Honig sind ihm wahre Leckereien. Später beschleicht er auch weidende oder schlafende Tiere, z. B. Schafe und Ziegen.

Am liebsten richtet er sich in abgelegenen Gebirgshöhlen häuslich ein, indem er sich darin ein warmes und weiches Lager bereitet. Während des Winters lässt er sich nur an milden Tagen blicken. In der übrigen Zeit liegt er, träge schlafend, zusammengerollt in seiner Höhle, ohne einen eigentlichen Winterschlaf zu halten. Dass er dabei an seinen Tatzen sauge, gehört ins Reich der Fabel. Vielmehr zehrt er von seinem Fett, so dass er bis zum Frühling ganz abmagert. Im Winter (Januar) kommen auch die Jungen zur Welt. Diese sind höchst possierliche Geschöpfe und werden von der Bärin zärtlich gepflegt und tapfer verteidigt.

Zur Bärenfamilie gehören noch: der weiße Eisbär, der die Küsten des nördlichen Eismeeres bewohnt. Er ist weit länger, stärker und wilder als der braune Bär, schwimmt und taucht vortrefflich und verzehrt Seehunde und Fische. Der zierliche Waschbär in Nordamerika ist von der Größe eines Spitzhundes; er reibt sein Futter, als ob er es waschen wollte, zwischen den Vorderpfoten.

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