Experiment: Schnabel

Ein Beitrag von Gabie Selters

Wenn man sich vor Augen führt, dass das Vogelwesen aus den Reptilien hervorgegangen ist, so tritt bei den Vögeln zum ersten Mal in der Evolution eine starke Differenzierung der vorderen und hinteren Gliedmaßen auf. Die vorderen Gliedmaßen stehen ganz im Dienste des Fliegens und sind durch ihre starke Spezialisierung von nun an kaum für andere Verrichtungen nutzbar.

Dem Kopf oder genauer gesagt dem Schnabel kommt dadurch eine ganz andere Bedeutung zu. Betrachtet man zum Beispiel den Nestbau, so wird er zum Teil sehr kunstvoll allein mit dem Schnabel bewerkstelligt. Der Schnabel übernimmt damit eigentlich eine Gliedmaßentätigkeit.

 

Um Kindern dieses Phänomen zum Erleben zu bringen, kann man folgenden Versuch machen:

Jedes Kind bringt eine gute Hand voll Haselnüsse oder Mandeln mit in die Schule. Die Aufgabe besteht nun darin, unter Ausschluss der eigenen Hände, nur mit dem Mund auf dem Tisch die Nüsse so anzuordnen, dass man anschließend das Wort "NEST" in Druckbuchstaben lesen kann.

Erlebt wird dadurch nicht nur die außerordentliche Geschicklichkeit, die der Vogel mit seinem Schnabel ausbildet, sondern auch die Bedeutung der Hände für den Menschen, wenn wir beim Ordnen der Nüsse auf ihre Verwendung verzichten.

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