Das Regenwurm-Projekt

DER REGENWURM oder EIN LEBEN IN DER FINSTERNIS


PROJEKTIDEE

Nachdem uns im letzten Jahr die Arbeit an unserem Käferprojekt unglaublich viel Spaß gemacht hat, wollen wir auch in diesem Jahr der Natur auf die Spur kommen. Beim Nachdenken über ein geeignetes Thema kamen wir auch auf den Regenwurm. Dabei bemerkten wir, dass alle Regenwürmer eigentlich kennen und ihnen sehr häufig in den Gärten oder im Wald begegnen. Trotzdem wissen wir nur sehr wenig über seine Lebensart. So wollen wir uns nun auf den Weg begeben, um so richtige Regenwurmexperten zu werden.

BAU EINES REGENWURMKASTENS

Du brauchst:

  • einen Schraubenzieher
  • 4 Schrauben
  • ein Brett ca. 35cm x 10cm x 2cm
  • zwei Bretter ca. 25cm x 10cm x 2cm (In alle Bretter beim Tischler jeweils zwei Führungsrillen 5 mm tief und breit fräsen lassen)
  • zwei Glasscheiben (passend zu den gerillten Brettern) 36cm x 25,5cm (4mm dick)

Als erstes legt man das 35 cm lang Brett auf den Tisch und schraubt die beiden kurzen Bretter links und rechts mit jeweils 2 Schrauben senkrecht an das lange Brett. Nun kann man die Glasscheiben in die Rillen schieben.

Danach sucht man sich verschiedene Sorten Erde: Gartenerde, Sand, Komposterde (Humus) und andere. Die füllt man dann schichtweise in den Kasten.
Danach kann man Regenwürmer suchen und in den Kasten setzen.

Man füttert sie mit Abfällen (Apfel, Kaffeesatz, Blätter u.a.) Man sollte sie auch jeden morgen "gießen", also die Erde feucht halten, sonst werden die Regenwürmer schlapp und träge.

Nun kann man jeden Tag beobachten, was sich im Kasten verändert.

BEOBACHTUNGEN AM REGENWURMKASTEN

Über ca. 5 Wochen haben wir einen unsere Regenwurmkästen inzwischen beobachtet. Am Beispiel von einem Kasten haben wir die Veränderungen nach jeweils 4 bis 5 Tagen durch Fotos festgehalten.

Nina, Paula und Lara beschreiben die Veränderungen:

Zuerst war der Kasten nur mit verschiedenen Bodenarten gefüllt (Lehm, Sand, Humus, Gartenerde).

Nachdem die Regenwürmer eingesetzt waren, waren schon nach einigen Tagen die ersten Gänge zu sehen.

 

Nach einer Woche waren in den obersten Schichten schon 10 bis 20 Gänge zu erkennen.

Nach der 2. Wochen waren schon fast 30 Gänge zu zählen.

Nach ungefähr 3 Wochen waren die oberen Gänge schon kräftig durchwühlt und die obere Schicht wurde dicker und dunkler.

Am Ende der 3. Woche hatten sich die oberen Schichten schon zu richtigem Humus verwandelt. Regelmäßig haben wir Küchenabfälle auf die oberste Schicht des Kastens gelegt.

Während der 4. Woche buddelten die Regenwürmer auch in den unteren Schichten viele Gänge. Die Küchenabfälle wurden schnell von den Regenwürmern in die Gänge gezogen.

Am Ende der 4. Woche waren auch die unteren Schichten mit vielen Gängen durchzogen und die einzelnen Schichten vermischten sich schon ein wenig.

Inzwischen nach ungefähr 5 Wochen sind fast alle Schichten durchwühlt. Bald ist aus den Schichten richtig guter Humus geworden. Auch Eierschalen haben die Würmer zu guter Erde umgewandelt. Die Regenwürmer haben fleißig gearbeitet.

PROJEKT-TAGEBUCH

Die tägliche Pflege unseres Kastens

  • Wir müssen unsere Regenwurmkästen immer gut pflegen.
  • Jeden Tag besprühen wir unsere Kästen mit Wasser. Dafür haben einige Kinder von zu Hause Blumen-Sprühflaschen mitgebracht.
  • Mittags achten wir darauf, dass wir unsere Kästen mit einem dunklen Tuch abdecken. Manche Kinder haben noch keine Tücher. Das macht aber nichts, denn mit einigen großen Tüchern decken wir mehrere Kästen zu.
  • Jeden Tag schauen wir, ob in unserem Kasten alles in Ordnung ist.
  • Wir bringen auch Küchenabfälle mit. Das füttern wir unseren Regenwürmern. Wir müssen aber aufpassen, dass es nicht zu schimmeln beginnt.

Mehr Informationen finden Sie noch auf unserer Seite.

Kommentar
13.02.2020 | Verena Bosse | Lehrerin
Sehr geehrte Frau Schmidt, mit Interesse habe ich Ihr wunderbar gedichtetes Franziskusspiel gelesen. Sie haben alle selbst gedichtet? Chapeau! Doch wurde ich gleich am Anfang etwas stutzig was den Inhalt betrifft. Hier steht mehr im Vordergrund das Verlassen „der bürgerlichen Welt“ und nicht das Verhältnis von Franziskus zu den Tieren - was ihn ja besonders auszeichnet. So habe ich eine menschenkundliche Anmerkung zum 2. Schuljahr aus dem Lehrplan R.Steiners: „Aufwecken des Seelischen , so dass es sich aus sich selber wirklich mit der Umgebung verbindet.“ „Dass das Kind, mit dem , was es sinngemäß aus seiner Umgebung sich aneignet, Immer das Moralische - seelisch geistige - sich mit aneignet.“ Ebenfalls aus dem Lehrplan R. Steiners. Beim Liedgut geht meine Frage in eine ähnliche Richtung! Es muss ja nicht mehr pentatonisch sein? Vor einigen Jahren habe ich zusammen mit einem Kollegen in einer Heilpädagogischen Schule ein Franziskusspiel einstudiert. Wir haben es allerdings nicht selbst gedichtet, nur umgeschrieben. Unser Liedgut war „Kein Tierlein ist auf Erden“ und „der Wächter auf dem Turme saß“. Unsere Kinder waren sehr zu begeistern. Auch wenn die Schüler eine Mischung aus „G“ und „E“ bestanden und wir mit viel Humor und langem Atem mit Rollenspielen anfingen. Aber vielleicht kann ich den Wandel der letzten 5 Jahren in der Waldorfschule nicht mehr ganz nachvollziehen, weil ich bedauerlicherweise im staatlichen Schulwesen unterwegs bin. Zum Glück nur noch ein halbes Jahr bis zur Rente. Wenn es mir gelingt „unser“ Franziskusspiel einzuscannen, würde mich interessieren, ob es Ihnen zu „heilig“ ist? Wir haben lediglich den Text von Tobias Richter aus Wien umgeschrieben.
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