Tierreferat

Dieser Erfahrungsbericht beschreibt eine Möglichkeit, Tierreferate zu gestalten. Andere Kriterien und Methoden können je nach Kontext ebenso sinnvoll sein. 

Die Wahl des Tieres: Damit sich der Schüler / die Schülerin möglichst gut in das Tier einfühlen kann, soll es ein Tier sein, dass beobachtet werden kann (als Haustier, in der Natur, im Zoo, im Tiergehege).

Die Materialsammlung besteht also hauptsächlich im aufmersamen Beobachten des Tieres. Zusätzlich sollen sich die Kinder ein Buch über ihr Tier ausleihen. Dort finden sie Informationen über das Tier, die ihr Wissen erweitern und Formulierungen, die sie vielleicht später für ihr Referat verwenden wollen.

Die Gestaltung des Referats besteht in einem Plakat, das durch eine Zeichnung des Tieres und übersichtlich gegliederte Stichpunkte oder kurze Sätze über das Tier schön gestaltet wird.

Das Referat besteht darin, die Stichpunkte des Plakats auszuführen, ggf. anhand der Zeichnung etwas zu zeigen und im Anschluss Fragen der MitschülerInnen zu beantworten.

Durch die Fragerunde kommen die Kinder meistens wie von selbst nach dem vorbereiteten Referieren in ein freies Erzählen. Dabei wird deutlich, wie intensiv und auf welche Weise sie sich mit ihrem Tier verbunden haben. Sie können zeigen, wie gut es ihnen schon gelingt, vor Publikum zu sprechen sowie Fragen zu verstehen und aufzugreifen. Auch Fragen weiterzuleiten, wenn man sie selbst nicht beantworten kann, so dass die Expertise innerhalb der Klasse genutzt werden kann, ist bereichernd. Die MitschülerInnen ihrerseits lernen, beim Referat gut zuzuhören, um später nicht bereits Gesagtes zu erfragen, sie lernen, ihre Fragen klar zu formulieren und interessante Fragen zu stellen. Dieser Teil des Referats kann nicht nur inhaltlich sehr dicht werden, sondern auch ein intensives Gemeinschaftserlebnis innerhalb der Klasse sein. 

Kriterien für die Beschreibung des Tieres:

  1. Aussehen: Das Tier soll in Bezug auf Kopf, Rumpf und Gliedmaßen möglichst genau beschrieben werden. Dadurch ergibt sich die konstitutionelle Charakteristik des Tieres, auf der nun alle weiteren Beschreibungsbereiche aufbauen. Die Maus zum Beispiel hat große Augen, große Ohren, lange Tasthaare und ist damit ein in den Sinnen sehr waches Tier. Sie ist zudem ein sehr kleines Tier mit kurzen Gliedmaßen.  
  2. Nahrung: Je nach Konstitution des Tieres wird es unterschiedliche Nahrung aufnehmen können. Die Maus beispielsweise kann mit ihren kurzen Gliedmaßen nicht gut jagen. Wohl aber kann sie Körner oder Apfelstückchen in ihre Pfötchen nehmen. Mit ihren scharfen Zähnen kann sie Nussschalen aufbeißen. 
  3. Lebensraum: Auch der Lebensraum des Tieres passt zum Aussehen und zur Konstitution des Tieres. So klein wie die Maus, so zart wie ihr Körper ist und so wenig sie sich mit ihren kurzen Gliedmaßen verteidigen kann, hat sie viele Feinde. So lebt sie versteckt und gräbt ihren Bau in die Erde hinein. 
  4. Eigenschaften: Wie sich das Tier verhält, hängt ebenfalls direkt mit seiner äußeren Gestalt und seiner Konstitution zusammen: Die Maus ist wach, flink, scheu - und manchmal vorwitzig. 
  5. Sonstiges: Hier dürfen die Kinder aufschreiben, was sie sonst noch Interessantes über ihr Tier herausgefunden/angelesen haben, beispielsweise zur Aufzucht der Jungen, zu verschiedenen weiteren Arten des Tieres, zu Zähmung und Züchtung und zu seinen Vorfahren.  

Es hat sich bewährt, den Kindern eine Plakatvorlage (s. folgendes Bild) auszuteilen, an der sie sich orientieren können. Trotz dieser Vorlage bleibt noch genügend Gestaltungsraum für die einzelnen Schülerinnen und Schüler (s. Bilder weiter unten). 
 

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