Feldmaus

Ein Beitrag von Johanna Mülleder (Freie Waldorfschule am Kräherwald / Stuttgart)

Es soll hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass der folgende Epochenhefttext der individuellen Schwerpunktsetzung der oben genannten Autorin entspricht und somit keine Allgemeingültigkeit besitzt. Er dient der Anregung und Vorbereitung des Klassenlehrers.

 

Was schaut aus dem Erdloch am Wegesrand? Zwischen den Grashalmen sieht man ein winziges Näschen an einer spitzen Schnauze. Wie es aufgeregt schnuppert, wie die Schnurrhaare zittern! Zwei kugelrunde schwarze Augen schauen neugierig hierhin und dorthin. Plötzlich hält es still, seine runden Ohren lauschen  - alles in Ordnung!

Im Nu streckt sich das spitze Schnäuzchen empor und zwei kleine Pfötchen schieben sich heraus. Da sitzt die kleine Maus und ihr Schwanz liegt langgestreckt auf dem Boden. Das sammetweiche braungraue Fell umhüllt den walzenförmigen Leib und glänzt wie Seide. Husch, da läuft‘s den schmalen Mäuseweg entlang. Wie die Beine trippeln! Immer wieder hält sie an und richtet sich auf. Da hat sie eine Ähre entdeckt. Schnell packt sie sie mit den Vorderpfoten. Mit den scharfen langen Nagezähnchen, die wie unsere Nägel immer nachwachsen, knabbert sie die Körnchen heraus und verspeist sie.

Oh weh! Jetzt ist sie erschrocken und mit einem Satz ist die Feldmaus im Loch verschwunden. Hier unter der Erde bauen die Feldmäuse ein weitverzweigtes Gangsystem mit Vorratskammern und einem Nest.

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