Blümchen-Bestimm-Wanderung

Ein Beitrag von Frau Bauer (Schülermutter der Rudolf-Steiner-Schule Coburg)

Am Donnerstag, dem 16.05.2013 stand für die 5. Klasse von Frau Wagner „Blümchen-Bestimm-Wanderung" auf dem Stundenplan. Nur mit Rucksack, Brotzeit und Pflanzenkundebuch bestückt, warteten die Kinder auf den Beginn des Ausflugs.
Kurz nach der Pause erschien Herr Alexander Ulmer, ein Diplom BioGeologe, im Klassenzimmer. Er zeigte den Kindern verschiedene Blätter und wollte die Namen der Pflanzen wissen, was natürlich teilweise für Ratlosigkeit sorgte. In den nächsten 15 Minuten allerdings konnten die Schüler schon einiges Interessantes erfahren: „Wie ist so ein Pflanzenkundebuch aufgebaut?", „Den Unterschied von Gift- und Heilpflanzen" oder „Hättet ihr gewusst, dass es ca. 3500 Blühpflanzen in unserer Region gibt?"

Nachdem die Frage „Was ist besser Fußball oder Pflanzen?" zu keiner Einigung geführt hatte, ging es endlich los. Bei überraschend gutem Wetter marschierten wir zusammen zur nächstgelegenen Wiese (Pfadfinderwiese). Hier teilten sich die Kinder in Gruppen auf und versuchten mit Hilfe ihrer Pflanzenkundebücher, die Namen der Blumen zu bestimmen.

Die Gruppe von Paula, Jasmin und Franz, machte die lustige Bekanntschaft mit dem „Stinkenden Robert", einer kleinen lilafarbenden Blume, die wie Herr Ulmer erklärte, auch kleinblütiges Springkraut genannt wird.

Alle Gruppen stellten sich mit großem Eifer der neuen Aufgabe. Es entstand ein wahrer Wettstreit, wer schon die meisten Blumen bestimmen konnte.

Bei Unsicherheiten war Herr Ulmer zur Stelle. Er ging von Gruppe zu Gruppe und erklärte geduldig, welche Art gefunden wurde. Besonders beim Hahnenfuß waren die Schüler sich oft nicht sicher. Welcher ist es denn? Meistens war es der knollige .... (Auch als Berichteschreiber konnte man viel lernen).

Marc, Jan, Franz, Fiete und Georg kamen auf den Geschmack von Sauerampfer. Also liebe Mütter, wenn ihr mal nicht wisst, was ihr kochen sollt, probiert's doch mal mit Sauerampfer. Begeistert entdeckten Tom, Mika und David ein Vogelnest mit zwei Eiern, das im Gebälk der Pfadfinderhüte gebaut war. Herr Ulmer machte die Jungs aber darauf aufmerksam, dass die Amselmutter schon ganz aufgeregt umherflog und die Gefahr bestand, dass sie das Gelege aufgibt, wenn alle weiterhin hier stehen blieben. Das war den Kindern nicht bewusst gewesen und sie wechselten schnell den Standort. Auch am Waldrand wurde eine Vielzahl interessanter Blumen gefunden und bestimmt. Doch auch der schönste Ausflug hat einmal ein Ende und nach Frau Wagners Abschlusspfiff ging es zurück zur Schule.

Die Frage „Was ist besser Fußball oder Pflanzen?" wird wohl nie so ganz beantwortet werden können.

Kommentar
13.03.2018 | Manfred Feyk | Klassen- und Fachlehrer
Liebe Frau Bauer, ein schöner Bericht, aber bitte beheben Sie den Fehler: Das hell-rosa-violett- blütige Ruprechtskraut (auch Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum) genannt) hat nun gar nichts mit dem hellgelb-blühenden Kleinblütigen Springkraut (Impatiens parviflora) zu tun. Entweder ist Ihnen oder Herrn Ulmer der Fehler unterlaufen.
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