Die Eiche - ein Baum für 1000 Lebewesen

Bäume versorgen uns nicht nur mit wichtigen Rohstoffen, als grüne Lungen verbessern sie die Luft, spenden Schatten, speichern im Wurzelsystem das Regenwasser und bewahren den Boden vor Erosion. Keine andere heimische Baumart wie die Eiche hat so tiefe Wurzeln, ist so sturmfest und hat so hartes Holz. Damit die Eiche von anderen Baumarten nicht verdrängt wird, muss sie speziell gepflegt und gefördert werden.

 

Die Eiche - ein Baum für 1000 Lebewesen

Die Eiche, die einst als heiliger Baum den Göttern geweiht war, gehört auch heute noch zu unseren wertvollsten Laubhölzern. Ihre ökologische Bedeutung wird oft vergessen:

Keine andere Baumart beherbergt so viele tierische Bewohner wie die Eichen (Stiel-, Flaum-, Traubeneiche). Etwa 500 Tierarten sind auf die Eichen spezialisiert, sind also ausschließlich oder doch stark von ihnen abhängig, was sich sogar in Tiernamen zeigt:
Eichenspinner, Eichengallwespe, Eichenbock, Eichelhäher.

Dazu kommen noch viele andere Tierarten, die zwar nicht auf die Eichen spezialisiert sind, aber sie dennoch als Lebensraum nutzen. "Auf den Eichen wachsen die besten Schinken" weist darauf hin, dass früher die Schweine zur Eichelmast in die Wälder getrieben wurden.

 

Was eine Eiche alles leistet

  • Eine 100jährige Eiche mit 120.000 bis 150.000 Blättern, ihren biologischen Solarzellen, „verarbeitet" jährlich mindestens 5.000 Kilogramm Kohlendioxid zu organischen Substanzen wie Holz, Blättern und Rinde und
  • gibt dabei bis zu 4.500 Kilogramm Sauerstoff ab. Dies entspricht ungefähr dem Jahresbedarf von elf Menschen.
  • Gleichzeitig arbeitet unsere Eiche als höchst effiziente Klimaanlage. Die Wurzeln saugen jährlich zwischen 30.000 und 50.000 Liter Wasser aus dem Boden, das die Blätter größtenteils wieder ausschwitzen. Sind die Sommer besonders trocken, können es auch ein paar tausend Liter mehr sein.
  • Die dabei erzeugte Verdunstungskälte sorgt dafür, dass es im Wald selbst an heißen Hochsommertagen immer angenehm kühl ist.
  • Außerdem filtert die Eiche mit ihrer Blattfläche (rund 1.300 Quadratmeter) noch etwa eine Tonne Staub und Schadstoffe aus der Luft.

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