Farne

Farne mögen es feucht und eher schattig und wachsen gerne in Wäldern und an Bachläufen. Der Farn ist eine sehr alte Pflanzenart. Sie gehören mit den Moosen und Schachtelheimgewächsen zu den ersten Pflanzen, die das Wasser verließen und das Land besiedelten. Im sogenannten Kohlezeitalter (Karbon) waren Farne noch viel größer. Damals gab es riesige Farnwälder und einzelne Farne konnten 10 bis 15 m hoch werden. Starben diese ab, so sammelten sich ungeheure Pflanzenmassen, die später von anderen Erdschichten überlagert wurden. Am Ende wurde daraus unsere heutige Steinkohle.

Ein kleiner Verwandter dieser Baumfahne, den man heute vielfach in unseren Wäldern antrifft, ist der Adlerfarn. Er kann höchstens 2 m hoch werden. Obwohl es so scheint, haben Farne keine Stängel. Der Farnwedel ist im Grunde ein einziges Blatt mit einem Blattstiel. An diesem befinden sich viele kleine Blätter. Es ist wunderschön zu beobachten, wenn sich ein solcher Farnwedel über Tage hinweg ausrollt. Zunächst erscheinen sie wie kleine Schnecken. Während sie sich auswickeln, nimmt der ganze Farnwedel Gestalt an.

Farne haben keine Blüten und deswegen bilden sie auch keine Samen. Im Spätsommer kann man an den Blattunterseiten braune Sporenkapseln entdecken. Sobald diese aufplatzen, fallen die Sporen zu Boden oder können mit dem Wind sehr weit getragen werden. Jetzt entsteht ein Vorkeim, aus dem etwas später ein neuer Farn wächst.

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