Der Kalkstein und seine Landschaften

Ein Beitrag von Magdalene Dycke (Freie Waldorfschule Schopfheim)

Es soll hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass der folgende Epochenhefttext der individuellen Schwerpunktsetzung des oben genannten Autors entspricht und somit keine Allgemeingültigkeit besitzt. Er dient der Anregung und Vorbereitung des Klassenlehrers.

 

Jedes Stückchen Kalk kommt aus dem Lebendigen. Der Kalkstein entstand dort, wo sich einst, vor Milliarden von Jahren, große, warme Meere befanden. Diese Meere waren dicht von vielen Wasserlebewesen bevölkert, wie z.B. Korallen, Tintenfische, Muscheln, Schnecken usw. Mehrere hundert Meter dicke Schichten von abgestorbenen Tieren bedeckten damals den Meeresboden. Durch Klimaveränderungen und Erdverschiebungen verschwanden mit der Zeit diese Meere. Zurück blieb der mit Kalkschalen angereicherte Meeresschlamm, der, hoch aufgeschichtet, mit der Zeit Gebirge bildete.

Im Kalkgestein wurden zum Teil sogar ganze Tiere und Pflanzen eingeschlossen, die versteinerten. Diese sind uns heute als Fossilien erhalten.

Auch in unserer Umgebung gibt es Kalkgebirge, z.B. der Dinkelberg, Schweizer Jura, Schwäbische Alb und Teile der Alpen (Dolomiten). Typisch für die Kalklandschaften sind die im Vergleich zum Granit schroffer und kantiger wirkenden Bergformen.

Da das Wasser gut in das Kalkgestein eindringen kann, entstehen oft unterirdische Höhlen und Dolinen. Unter Einwirkung verschiedenster Einflüsse (wie z.B. Kohlensäure, Hitze...) löst sich der Kalk leicht im Wasser auf. Dadurch enthält das Wasser in den Kalklandschaften viele Spuren von Kalk und wird somit als „hartes" Wasser, im Vergleich zum „weichen" Wasser der Granitlandschaften, bezeichnet.

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