Leierbau in Klasse 1

Ein Beitrag von Christoph Behm (Freie Waldorfschule Biberach)

Anfang des Schuljahres stand wie üblich der erste Elternabend auf der Agenda. Als Gast hatten wir Bernd Oppenländer zu Besuch. Er ist Werklehrer an unserer Schule und stellte uns sein Projekt Leierbau vor. Wir entschieden recht schnell, dass statt der üblichen pentatonischen Choroi Flöte eine pentatonische Leier das erstes gemeinsame Musikinstrument für unsere Kinder werden sollte.

 

 

Bernd hatte für uns zum ersten Treffen im Handwerkerhaus die ausgesägten Rohlinge vorbereitet, zur Auswahl standen die Holzarten Kirsche und Esche. Einige Eltern hatten schon Erfahrung im Umgang mit Holzarbeiten, viele machten sich zum ersten Mal an so ein Projekt und schwangen Hammer und Stecheisen dementsprechend mit etwas mulmigen Gefühl. Unser Ziel war es, in fünf Treffen mit jeweils vier Stunden Arbeit, die Leier zu komplettieren. Nach dem Abtragen wurde fleißig gefeilt und ausgiebig geschliffen, nach der Ölung wurden zum Schluss noch die Stimmmechaniken und die Saiten installiert.

 

 

Bei fast allen Elternhäusern ist der Zeitplan aufgegangen, auch dank der Unterstützung von einigen Eltern, die etwas schneller fertig waren und einiger Zusatztermine von Bernd. So haben jetzt alle Kinder unserer Klasse eine Leier, die fleißig im Unterricht von Herrn Kräutle gezupft wird. Ein großes Dankeschön an Bernd Oppenländer für ein aufwändiges aber wirklich tolles Projekt, bei dem sich die Eltern unserer Klasse während der gemeinsamen Arbeit besser kennenlernen konnten. Wir können es zukünftigen Jahrgängen nur empfehlen!

 

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