Rechen-Memory

Die Idee

Um den Schüler*innen Gelegenheit zu geben, sich eigenaktiv mit den Quadratzahlen auseinanderzusetzen, kann man diese auf kleine Kärtchen schreiben. Auf der einen Seite steht die Quadratzahl (z. B. 144), auf der anderen Seite steht die dazugehörige Aufgabe (z. B. 12 x 12). Jede*r Schüler*in erhält einen Kartensatz, den er / sie zunächst zum Üben in Einzelarbeit (wie Vokabelkärtchen) nutzt. Die schnellen Rechner erlangen auf diese Weise rasch Sicherheit. Die langsamen Rechner nicht unbedingt. Es bietet sich daher an, nach einer Weile die Methode zu wechseln und zum spielerischen Üben in kleinen Gruppen überzugehen. Die schnellen Rechner freuen sich dann, ihre Erfolge zu zeigen, die langsamen Rechner lernen in ihrem Tempo aneinander und voneinander. Es empfielt sich daher, dass sich die Schüler*innen zu leistungshomogenen Gruppen zusammenfinden. 

Das Spiel

3-4 Schüler*innen finden sich als Gruppe. Sie tun ihre Kartenspiele zusammen und breiten sie gemischt auf dem Tisch aus. Nun geht es reihum: Der Spieler, der ander Reihe ist, zeigt auf eine Karte seiner Wahl (z. B. 15 x 15) und nennt die dazugehörige Lösung / Quadratzahl (225). Nun wird die Karte umgedreht und das Ergebnis überprüft. Ist es richtig, darf der Spieler die Karte behalten und ist nochmals dran. Ist es nicht richtig, muss er sie wieder hinlegen. Hat er zum zweiten Mal Erfolg, behält er auch die zweite Karte. Danach wird allerdings weitergegeben (damit nicht ein schneller Rechner alle Karten "abräumt"). 

Differenzierung

Die schnellen Rechner entwickeln oft eigene Varianten: Z. B. liegen bei den Kärtchen mal die Ergebnisse, mal die Aufgaben oben. Oder die Spieler, der an der Reihe ist, wählt nicht selbst aus, welches Kärtchen er rechnet, sondern dies wird von den anderen Mitspielern bestimmt. Oder es wird auf Zeit gespielt: Sobald man an der Reihe ist, muss man innerhalb von 3 Sekunden eine Karte gewählt und ausgerechnet haben. Den Schülern macht es erfahrungsgemäß viel Freude, sich selbstgewählten Herausforderungen zu stellen. 
Die langsamen Rechner können ebenfalls Varianten erfinden: Wer eine Lösung nicht wusste, muss in der nächsten Runde genau dieses Kärtchen nochmals wählen (es darf in der Zwischenzeit von keinem anderen Mitspieler genommen werden). Oder man beschließt, dass man sich gegenseitig helfen darf  (was gerade für langsame Rechner, die zum Helfer werden, ein sehr befriedigendes Gefühl sein kann). 

Das Wichtigste ist, dass die Schüler*innen mit Freude und aus eigener Kreativität heraus lernen - dann kann jeder sein Potenzial am besten ausschöpfen! 

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