Das Wesen der Zahlen

In der ersten Epoche wird man nur wenig im eigentlichen Sinne rechnen. Hier geht es zunächst darum, die Zahlen in ihren Qualitäten kennenzulernen. Für den Anfang ist es wichtig, ein Gefühl für das Wesen der Zahlen zu bekommen. Was macht eine Dreiheit aus? Was eine Vierheit? Später wird nie wieder so dezidiert der Fokus auf die Qualität der einzelnen Zahlen gelegt. Daher sollte man sich entsprechend Zeit nehmen und möglichst tief in diesen Bereich eintauchen.

Bevor wir diese Epoche unterrichten, sollten wir uns selbst ausreichend in die Qualitäten der Zahlen einfühlen. Die grundlegende Qualität der 1 besteht in der Einheit. Diesen Begriff mit reichem Leben zu erfüllen, ist die Aufgabe. Wo entdecken wir Einheiten? Und noch wichtiger: Welches Gefühl verbinden wir mit ihr? Das Wesen der 2 besteht in der Dualität. Insbesondere die physische Welt ist reich an Dualitäten. Welche innere Bewegung machen wir bei Tag und Nacht – hell und dunkel, bei Sommer und Winter – heiß und kalt …. möglichst wenig abstrakt, sondern gefühlsmäßig differenziert gilt es sich den Unterschieden zu nähern. Sie finden Beispiele für die Zahlenqualitäten in dem Beitrag „Zahlenqualitäten“.

In der Regel entsteht zu jeder Zahlenqualität ein Bild im Epochenheft. Leicht findet man innere Bilder zu den Zahlen von 1 bis 7, etwas schwerer ist dies schon bei den Zahlen 8 bis zur 12. Das Dutzend voll zu machen wäre das Ziel. Anregungen dazu finden Sie in dem Beitrag „Bilder zu den Zahlenqualitäten“. Warum sind die Zahlen bis zur 12 so wichtig? Die 12 schließt qualitativ einen Kreis. Die Besonderheit von einem Dutzend drückt sich schon in der Namensgebung aus. Bis zur 12 hat jede Zahl ihren eigenen Namen, ab dann beginnen wir im 10er-System weiterzuzählen. Wir sagen „drei-zehn“, aber nicht „zwei-zehn“ oder „ein-zehn“.

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