Höhlenbilder malen

Ein Beitrag von Mirja Köpcke (Freie Waldorfschule Kaltenkirchen)

Als Einstieg in den Geschichtsunterricht der fünften Klasse beschäftigten wir uns mit den so genannten Höhlenmenschen.

Ich erzählte den Kindern von der Entdeckung der Höhlen von Lascaux (Altamira ist auch geeignet). Toll ist, dass die Höhle von Kindern ihres Alters entdeckt wurde! Die Kinder schrieben als Hausaufgabe (unglaublich ausführliche!!) Nacherzählungen und in der Schule bereiteten wir die eigenen „Höhlenmalereien" vor.

Ich zeigte ihnen verschiedenste Abbildungen von früher Höhlenmalerei. Wir nutzten die Unterrichtszeit dafür, dass die Kinder über das Schulgelände schwärmten auf der Suche nach Naturfarben, mit denen sie auf Stein malen könnten. Ich hatte aus dem Baumarkt (nach einigere Suche: Globus, Naturstein-Bruchplatten) Steinplatten besorgt und half den Kindern beim Anrühren ihrer Farben. Sie waren vollauf mit dem Zerschlagen, Mörsern, Quetschen und Ausprobieren der verschiedensten Techniken beschäftigt. (Erfreulich ist, wenn die Kinder irgendwo Ruß finden können).

 

Die Farben sind durch jedweden Kleisterzusatz „malbereit". Ich habe einfach überall etwas Tapetenkleister dazugeben, was wunderbar funktionierte. (Ich habe bei diesem Schritt auf die „Echtheit" verzichtet, aber vielleicht schafft es ja jemand auch noch Eitempera oder echte Ölfarbe anzurühren...) Sie malten mit Stöcken, Fingern, selbstgebastelten Pinseln o.ä.

Die Kinder waren höchst beglückt über ihre eigenen Werke und hatten gehörig Respekt vor den großen Kunstwerken der frühen Menschen gewonnen.

 

Unbedingter Buchtipp (zum Lesen und auch Vorlesen), leider vergriffen, aber antiquarisch erhältlich:

„Die Höhlen der großen Jäger" von Hans Baumann, Ensslin Verlag

Kommentar
11.11.2018 | Liliana Dumitriu | Klassenlehrerin
Das von Ihnen empfohlene Buch ist als PDF herunterladbar bei: https://epdf.tips/die-hhlen-der-groen-jger.html .
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