Der Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und Amerika

Im 18. Jahrhundert wurden tropische Produkte zum Mode der Europäer. Sie sind sehr teuer aber von Adel und Volk heiß begehrt. So war beispielsweise im 18. Jahrhundert das "französische Frühstück" ein absolutes Muss. Hier nahm man einen süß gezuckerten Milchkaffee zu sich. Aufgrund der riesigen Nachfrage nach Zucker schossen in Nordamerika und Brasilien nur so die Plantagen aus dem Boden. Der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft wuchs enorm. Die Bürger der europäischen Hafenstädte, die am Sklavenhandel reich geworden waren, bekamen am Kai weder Sklavenschiffe noch Sklaven zu sehen, denn die Schiffe stachen mit normaler Handelsware in See und kamen mit Gütern aus der Karibik, Zucker, Baumwolle und Indigo, wieder zurück.

 

Erster Teil: von Europa nach Afrika

Um in Afrika die Sklaven eintauschen zu können, belud man die Schiffe mit Tauschwaren. Das waren Gegenstände aus Kupfer und Eisen, aber auch einfach nur Glasperlen, die glitzerten. Zusätzlich wurden Textilien für den afrikanischen Markt und mit Wasser gepanschter Schnaps geladen. Die Europäer tauschten nicht nur Handelswaren gegen Sklaven, sie transportierten auch Unmengen von Schwarzpulver und Feuerwaffen in diese Gegend und veränderten damit die Art und Weise, wie die kleinen Länder Afrikas gegeneinander Krieg um die Kontrolle der Handelswege führten. Allein im Jahr 1700 verkauften die Holländer 20.000 Tonnen Schwarzpulver, in einem anderen Jahr 180.000 Gewehre. Die kriegerischen Auseinandersetzungen nahmen zu und aus den Kriegsgefangenen wurden Sklaven, die von den Europäern zu ständig steigenden Preisen gekauft wurden.

 

Zweiter Teil: von Afrika nach Amerika

Afrikanische Sklaven werden auf unmenschliche Art auf die nunmehr leeren Schiffe gepfercht. Viele Menschen überlebten diese Fahrt nicht. Entlang der ganzen amerikanischen Küste wurden sie als Sklaven zu Höchstpreisen verkauft.

 

Dritter Teil: von Afrika nach Europa

Wiederum waren die Schiffe leer und wurden nun mit den in Europa begehrten Gütern beladen. Zuckerrohr, Baumwolle, Kaffee und Kakao füllten die Schiffsrümpfe aus und nahmen Kurs auf Europa. Der Dreieckshandel war geschlossen.

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