Grober Verlauf des 30 jährigen Krieges

Der Dreißigjährige Krieg hat u.a. deswegen so lange gedauert, weil es sich nicht nur um einen Krieg, sondern um viele verschiedene Kriege handelte. Insgesamt waren es fünf große Kriege, die man voneinander unterscheiden kann. 

 

Der böhmische Krieg (1618-1620)

Friedrich von der Pfalz wurde von Herzog Maximilian und Tilly, dem Feldherrn der Liga, besiegt. Kaiser Ferdinand ließ nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag 27 böhmische Adlige in Prag öffentlich hinrichten. Rund die Hälfte des Grundbesitzes in Böhmen und Mähren wurde eingezogen und kaisertreuen Katholiken übergeben.

 

Der pfälzische Krieg (1621-1623)

Unter Tilly eroberten die Truppen der Liga die Pfalz. Da der Friedrich von der Pfalz sich nicht dem Kaiser unterwarf, wurde er als Kurfürst abgesetzt.

 

Der dänische Krieg (1625-1630)

Der protestantische, dänische König marschierte nach Norddeutschland. Tilly besiegte ihn in der Nähe von Goslar. Wallenstein, ein anderer Feldherr der Liga, eroberte ganz Norddeutschland für den Kaiser. Er verfolgte die Dänen bis zur Ostsee, konnte aber die befestigte Stadt Stralsund nicht einnehmen.

 

Der schwedische Krieg (1630-1635)

Um die evangelische Sache stand es um 1630 sehr schlecht. Deswegen landete der protestantische König von Schweden Gustav Adolf in Norddeutschland. Er fürchtete, dass Wallenstein im Ostseeraum zu mächtig werden könnte. Gustav Adolf drang über Sachsen siegreich bis nach Bayern vor und zog sich dann wieder nach Sachsen zurück. Hier fand er in der für ihn siegreichen Schlacht bei Lützen den Tod.

 

Der französische Krieg (1636-1648)

Das katholische Frankreich griff auf der Seite der protestantischen Schweden in den Krieg ein. Sein Ziel war es, Kaiser Ferdinand so zu schwächen, dass der französische König sich selber zum Herrn aller Katholiken und katholischen Fürsten machen konnte, um damit zum mächtigsten Herrscher in Europa zu werden. Das französische Eingreifen wird als entscheidend für das Ende des Krieges angesehen, da es den antikaiserlichen Kräften endgültig das Übergewicht verlieh.

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