Mykene - mykenische Kultur

Die mykenische Kultur urständet in der Stadt Mykene. Sie liegt auf dem griechischen Festland. Diese Kultur wurde stark von Kreta beeinflusst, hatte jedoch ihren ganz eigenen Duktus.

Zu Beginn der mykenischen Kulturblüte (um 1600 v. Chr.) waren die Völkerbewegungen, die von 3000 v. Chr. in diesem Gebiet stattfanden, zur Ruhe gekommen.

 

Kretische und mykenische Architektur

Der Unterschied zwischen kretischer und mykenischer Kunst tritt am stärksten in der Architektur hervor. Während der Kreter um einen Binnenhof eine labyrinthische Vielheit systemlos aneinandergefügter, leicht gebauter Räume herumlegt, so zwingt die Enge der Hügelkuppe und die Wahrhaftigkeit den Achaier zu planvollem, zyklopischem Bauen. Er vermag Massen durch Harmonie und Rhythmus aufzulösen und zum Repräsentativen und Monumentalen zu erhöhen.

Die Kreter lebten in ihrer Inselsicherheit. Dieses Leben gab ihrer Kunst jenen Glanz, dem sich auch die Griechen nicht verschließen konnten. Er trat in Schmuckformen, in Fresken und Friesen auf, die sich zum Teil auch motivisch mit dem Kretischen decken, er spiegelt sich in den vielbewunderten Werken der Kleinkunst, Gefäßen, Schmuck, Siegeln und Figürchen wider und beeinflusste auch ihre keramischen Erzeugnisse. Die mykenischen Vasen zeigen, ähnlich den kretischen, pflanzliche Dekorationen, Spiralmotive oder ornamentale Verwertung typisch kretischer Tierformen, wie dies des Tintenfisches. In der kretischen Kunst dominiert ein weiblicher, weichlicher Zug; die mykenische Kunst wird durch herbere und männlichere Themen, vor allem Jagd und Krieg, gekennzeichnet.

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