Monsun

Der Begriff Monsun leitet sich vom arabischen "mausim" ab, was Jahreszeit bedeutet. Ein Monsun ist ein Wind, der ein halbes Jahr lang vorwiegend und durchaus kräftig aus einer Richtung weht und das andere Halbjahr aus der anderen Richtung. Die ersten portugiesischen Kapitäne, die den Seeweg nach Indien gefunden hatten, brauchten nicht lange, um dieses Naturphänomen herauszufinden. Schnell war ihnen klar, dass sie den Sommermonsun nutzen mussten, um mit gutem Wind nach Indien zu gelangen und ein halbes Jahr später trug sie der Wintermonsun wieder zurück. Schon lange nutzen natürlich die arabischen Kaufleute diese Winde für ihren Seehandel auf dem arabischen Meer.

Der Monsun bestimmt vor allem in Süd- und Südostasien (Bangladesch, Indien) die Wetterlage. Daher teilt man den Jahreslauf auch nicht in vier Jahreszeiten, sondern nur in zwei. Der Wintermonsun währt von Dezember bis Februar und der Sommermonsun von Juni bis September. Dazwischen liegen die Übergangszeiten.

 

Wodurch entsteht der Monsun?

Der Monsunwind kommt durch unterschiedlich hohe Temperaturen an Land und auf dem Meer zustande. Im Sommer erwärmt sich die Luft über dem indischen Festland stärker als über dem Meer. So entstehen auf dem Land Tiefdruckgebiete, bei denen die warme Luft nach oben steigt und in luftigen Höhen auf das offene Meer zieht. Hier kühlt sich die Luft ab und sinkt nach unten. Sie nimmt die Luftfeuchtigkeit des Meeres auf und bläst zurück zum Festland (Sommermonsun). An Land regnet sich die aufgenommene Feuchtigkeit des Meeres aus. Daher fallen auf dem indischen Subkontinent während des Sommermonsuns 78 % des gesamten Jahresniederschlages. Nicht selten kommt es zu verheerenden Überschwemmungen.

Im Winter ist es genau anders herum. Hier sind die Luftmassen über dem Meer wärmer und steigen auf. Sie ziehen in großer Höhe zum Land, sinken herab und wehen wieder aufs Meer zurück. Die Winterwinde, die aus dem Nordosten kommen, bringen trockene Luft ins Land. Darum regnet es von Oktober bis Januar kaum.

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