Europäische Sprachfamilien

In Europa gibt es eine Vielzahl an Sprachen. Einige Länder haben neben der einen offiziellen Sprache noch weitere offizielle Sprachen in einzelnen Regionen, wie in Spanien das Baskische, das Katalanische, das Galizische usw. 

Wir konzentrieren uns mit dem folgenden Arbeitsblatt auf die Sprachen der drei großen Sprachgruppen: Germanische, romanische und slawische Sprachen.

Als Einführung haben wir uns morgens chorisch in 18 verschiedenen Sprachen begrüßt. Ich habe versucht, dabei auch ein wenig von der Mentalität der Menschen mitklingen zu lassen. Mein spanisches „Buenos días“ klang kurz und pragmatisch, während ich ins italienische „Boungiorno“ warme Emotionalität zu legen versuchte. Viel Seele liegt auch im russischen „Доброе утро“ und das schwedische „God morgon“ ist ein Gesang. Leicht und fast wie eine Frage kann das französische „Bonjour“ klingen (ich probte die authentische Aussprache dieser Wörter mithilfe von Audio-Angeboten im Internet). 

Es war mir wichtig, dass die unterschiedlichen Sprachen hörbar und auch durch die Schüler*innen selbst gesprochen wurden – so konnte die Antwort auf die Frage, welche Sprachen sich ähneln und zu einer Sprachfamilie gehören (und auch, welche Sprachen völlig anders klingen), durch eigenes Erleben gefunden werden.
Für die Zuordnung zu den drei Sprachgruppen halfen uns folgende Herleitungen:
Germanische Sprachen → Germanen, Germany → Deutsch und die ihm ähnelnden Sprachen.
Romanische Sprachen → Rom (Latein), Italien → Italienisch und die ihm ähnelnden Sprachen.
Slawische Sprachen → hier ist die Herleitung für die Schüler nicht so einfach nachvollziehbar. Wir haben uns am Russischen orientiert (an unserer Schule lernen alle Schüler*innen russisch), wobei das Russische durch seine kyrillische Schrift innerhalb der slawischen Sprachen nochmals eine Sonderstellung einnimmt. 

Kommentar
22.03.2022 | Dimitrova | Mutter
Bitte zur Kenntnis nehmen, dass Bulgarisch auch mit kyrillischer Schrift geschrieben wird. Schließlich stammt das Wort kyrillisch aus dem Namen des bulgarischen Mönches und Heiligens Kyrill. Im Arbeitsblatt sollte deswegen Добро утро (sprich Dibró útro) für Bulgarisch und für Russisch mit kleiner Korrektur Доброе утро (sprich Dóbroe útro) stehen. Übrigens sind bei Serbisch die lateinische und die kyrilische Schrift gleichrangig und man benutzt offiziell beide.
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