Das Delta des Rheins

Ein Beitrag von Franka Paul

In meinen Texten für die Schülerinnen und Schüler habe ich mich stark von dem Buch Die Eroberung des Raums. Zum Geographieunterricht in der Klassenlehrerzeit (Band 1: Klasse 4 und 5) von Gunter Keller und Hans-Ulrich Schmutz anregen lassen, das zur weiterführenden Lektüre sehr empfohlen sei. 

Begonnen haben wir unsere Reise entlang des Rheins an seiner Quelle in den Schweizer Zentralalpen. Wir sind dem Rhein durch den Bodensee und über den Rheinfall bis Basel gefolgt. Dann sind wir ins Rheintal gekommen und sind dem Rhein durch Süddeutschland und dann durch Mitteldeutschland gefolgt. Unsere letzte Station war das Ruhrgebiet. Bevor der Rhein die norddeutsche Tiefebene erreicht, macht er nun einen Knick nach Westen. 

Ziemlich genau an dieser Kurve liegt die Grenze zu den Niederlanden (Holland). Weißt du noch, was dieser Name über die Landschaft aussagt? Genau, es ist ein flaches Land ohne Gebirge. Sein Name deutet außerdem darauf hin, dass es sehr niedrig liegt, also auf Höhe des Meeres, an manchen Stellen sogar noch tiefer. Der Rhein heißt jetzt deshalb auch Niederrhein (so heißt er schon ab der Stelle, an der die Sieg einmündet).

Der Rhein muss hier also kaum noch Hindernisse wie etwa ein Mittelgebirge umfließen, sondern kann sich in der weiten Landschaft ausbreiten. 

Aber nicht nur der Rhein weitet sich und fließt in mehreren Flüssen auseinander, auch die Landschaft wird weit und man kann eine lange Horizontlinie überblicken. Kein Berg verstellt mehr den Blick auf den Himmel, der sich groß und oft mit schnell dahinziehenden Wolken über die Tiefebene erstreckt. Weit ist auch das Meer, die Nordsee, in die der Rhein nun mündet.

Diese Weite fühlen auch die Menschen, die dort leben und sie zieht es hinaus in die weite Welt.

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