Ernte im Lavendel-Labyrinth

Ein Beitrag von Christa Wendling aus Kastellaun

Labyrinthe finden sich in vielen Kulturen. Seit Jahrtausenden sind Menschen vom Sinnbild des Labyrinths fasziniert. Der Weg durch das Labyrinth und aus ihm wieder heraus ist ein Spiegelbild für unseren Lebensweg, der letztlich zu unserem wahren Selbst führt, wenn wir den Mut aufbringen, unsere eigenen verschlungenen Lebenswege weiterzugehen und nicht aufzugeben.

Die Mitte als Zentrum symbolisiert Erlösung. Der Weg, der uns nach innen führt, führt uns zugleich auch wieder nach außen, zurück in unsere eigene Wirklichkeit, in unsere Lebenssituation. Die vielen Kehren des Labyrinths fordern ständig zur Umkehr auf, zum Überdenken der vergangenen Situation und neuer Ausrichtung und Fortbewegung auf das Ziel.

Im Labyrinth begegnen wir nicht nur unserem inneren Selbst, sondern auch in wechselnden Zeiten anderen Menschen und sehen sie aus verschieden Blickwinkeln und fühlen uns in Gemeinschaft.

 

Lavendel-Ernte im Lavendellabyrinth 2015

Die Blütezeit ist leider schon wieder vorbei! Wir hatten auch in diesem Jahr wieder viel Freude an der Blütenpracht und haben die vielen schönen Momente im Lavendel-Labyrinth sehr genossen.

Das Vergnügen kam schon vor der Arbeit: zu Beginn sind sie in ausgelassener Freude durch das Labyrinth gelaufen.

Die Lavendel-Ernte wurde nun, im Juli 2015, von Kindern der Freien Waldorfschule Kastellaun unter ihrem Lehrer Michael Skuplik unterstützt. Die Kinder waren sehr gewissenhaft und mit großer Begeisterung dabei. Innerhalb von nur zwei Stunden war das halbe Feld abgeerntet. Einen großen Dank an alle Helfer!

Für die Trocknung des geernteten Lavendels hat uns Frau Gabi Jonas vom Blumenhaus Herter die Tische in ihrem Gewächshaus zur Verfügung gestellt. Sie sind reichlich gefüllt. Wir sagen auch ihr herzlichen Dank!

 

Wie das Labyrinth entstand

Gemeinsam mit meiner Familie, Freundinnen, Freunden und vielen Helfern haben wir das Labyrinth nach dem Vorbild von Ravenna zu meinem 60. Geburtstag angelegt. Da ich blau über alles liebe und auch den Duft von Lavendel sehr mag, habe ich Lavendel für die Bepflanzung ausgewählt. Diesen haben mir meine Geburtstagsgäste geschenkt.

In die Mitte haben wir einen Apfelbaum gepflanzt. Er strebt zum Himmel und ist Symbol der Hoffnung. Martin Luther sagte: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute meinen Apfelbaum pflanzen."

Aufgrund der beträchtlichen Frostschäden in den Wintern 2009/2010 und 2010/2011 haben wir das Labyrinth im April 2011 mit vereinten Kräften komplett neu gepflanzt. Inzwischen erleben die neuen Lavendelpflanzen ihren vierten Sommer.

Im März 2011 hat sich der Freundeskreis Lavendel-Labyrinth gegründet, um gemeinsam Veranstaltungen im und zum Lavendel-Labyrinth durchzuführen und die Arbeiten zur Erhaltung und Pflege der Anlage auf mehrere Schultern zu verteilen.

Besuchen Sie das Labyrinth auf meiner Homepage:

www.lavendel-labyrinth.de/das-labyrinth/

Kommentar
22.01.2018 | Frank Lange | Anwalt
Hallo und danke für den tollen Artikel. Gartenbau ist eine anstrengende Beschäftigung. Ich würde mich hier informieren: http://www.kusserow-gartenbau.de
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