Preuß, Gedanken zur Evolution

Preuß war noch ein später Zeitgenosse Darwins (1843 - 1909) Er entwickelt eine Anschauung der Evolution, die sich zu Darwin fast spiegelbildlich verhält. Sie entsprach aber gar nicht dem damaligen Zeitgeist und wurde insofern auch kaum wahrgenommen. Preuß geht ganz vom Lebendigen aus. Umso interessanter ist es, auch solche Gedanken mit den Schülern zu denken.

Die Zitate sind den Schriften von Preuß entnommen. Die Überschriften wurden vom Waldorf-Ideen-Pool der besseren Übersicht wegen hinzugefügt.

 

THEORIEN

„… Anstatt die Schüler zum Selbstdenken anzuleiten, werden sie gar leicht, nachdem sie einiges nicht, anderes halb begriffen, mit unreifen Theorien gefüttert, und die gläubigen Seelen tragen den Unsinn gläubig als die reine Wahrheit nachhause. Es ist überhaupt komisch anzusehen, wie es mit der Theorienbildung in den Naturwissenschaften geht und mit welchem geringen Aufwand von Logik und Gedankenfond dabei zu Werke gegangen wird. Wenn nun auch alsbald eine solche barocke Theorie von den Tatsachen rechts und links geohrfeigt wird, so hindert das nicht, sie immer wieder zu verbreiten, und sie ist oben, d.h. von der fortschreitenden Wissenschaft, längst als antiquiert beiseite gelegt, wenn sie unten, d.h. bei dem größeren Publikum, durch populäre Schriftsteller anlangt. …“

(Geist und Stoff, 8. Buch)

 

DER MENSCH ALS DER ERSTGEBORENE DER SCHÖPFUNG

„… Der Mittelpunkt dieser neuen Lehre ist nun der Mensch, die nur einmal auf unserem Planeten wiederkehrende Spezies: Homo sapiens. Merkwürdig, dass die älteren Beobachter bei den Naturgegenständen anfingen und sich dann dermaßen verirrten, dass sie den Weg zum Menschen nicht fanden, was ja auch Darwin nur in kümmerlichster und durchaus unbefriedigender Weise gelang, indem er den Stammvater des Herrn der Schöpfung unter den Tieren suchte - während der Naturforscher bei sich als Menschen anfangen musste, um so fortschreitend durch das ganze Gebiet des Seins und Denkens zur Menschheit zurückzukehren!! …“

(Geist und Stoff, Einleitung)

 

„… Die Entwicklung des Menschen hat die der Tierwelt nicht zum Fundament; er steht über allen Tieren und Pflanzen, ja im gewissen Sinne über dem Erdball, den er bewohnt. Der Abstand zwischen ihm und den intelligentesten Tieren ist qualitativ fast unermesslich - die ganze übrige organische Welt ist bei seiner Entwicklung nur abgefallen als Nebenprodukt. Jede organische Art, welche dem Menschen hindernd in den Weg tritt, muss untergehen; ihr Dasein, ihre Lebensfähigkeit beruht nur darauf, dass sie im Stande ist, der menschlichen Kraft- und Geistesentfaltung zu dienen. In dieser Eigenschaft allein beruht ihre Berechtigung zur Dauer, sie muss ihre Entwicklung mit der menschlichen verknüpfen, wenn sie Bestand haben will …“

(Geist und Stoff, Einleitung)

 

„… Die ganze organische Entwicklung im großen Prozesse der Erdbildung hat sich zugespitzt zur Menschenentwicklung, denn der Mensch ist der vollkommenste aller irdischen Organismen. Alle übrigen sind ihm weit untergeordnet, und er ist imstande, sie alle von sich abhängig zu machen und auf ihr Dasein hemmend oder fördernd einzuwirken. Es ist daher nicht anders möglich, als alle übrigen Organismen, welche aus dem Prozesse der Erd- und Menschenbildung noch hervorgegangen sind, als Nebenprodukte dieser großen Entwicklung anzusehen. Wir müssen deshalb alle Organismen, welche aus der Kollision der biologischen Einheiten hervorgingen, für anthropogenetische Keime halten, welche auf dem geraden Wege waren, sich zu dem späteren Menschen umzubilden, wenn sie auch nicht alle dieses Ziel erreichten. Der Ursprung des Menschen reicht daher in gerader Linie bis hin zu den biologischen Einheiten; er ist der Erstgeborene der Schöpfung …“

(Geist und Stoff, 3 Buch)

 

„… Ich schließe also auch auf eine allmähliche Umwandlung aller Organismen unseres Planeten; aber ich stelle die Menschheit in den Vordergrund. Es war nicht Zufall, dass die menschliche Natur aus der Entwicklung alles Irdischen hervorging, sondern Notwendigkeit. Der Mensch ist das Ziel aller tellurischen Vorgänge und jede andere neben ihm auftauchende Form hat aus der seinigen ihre Züge entlehnt. Der Mensch ist das erstgeborene Wesen des ganzen Kosmos, freilich nicht in der gegenwärtigen Form, sondern wie er diese sich in 273 Tagen aneignet im Mutterleibe, mit der Eizelle und Samenzelle beginnend, so hat auch das Menschengeschlecht diese Umwandlungen von den allereinfachsten Lebenszuständen bis zur jetzigen, vollkommenen Gestalt an sich erfahren. …“

(Geist und Stoff, Einleitung)

 

„… Steine, Blumen und Tiere haben miteinander den Beruf, den Menschen auf die Höhe seiner Entwicklung zu heben. Alles was sich im Laufe der Zeit hierzu als ungeeignet erweist, muss verschwinden von der Bühne des Lebens und versinken ins Reich des Nichts.
Der hohe Standpunkt, welchen wir dem Menschen anweisen, kontrastiert aufs lebhafteste mit der Hypothese der Affen- oder tierischen Abstammung desselben. Diese Hypothese überlässt es dem Zufall, ob Menschen entstehen sollten oder nicht. Wie leicht hätten Affen doch Affen und Quadrupeden Vierfüßler bleiben können! Was veranlasste sie doch dazu, die bequeme Ruhe ihres Daseins aufzugeben und Mensch zu werden, der doch die Trübsal des Lebens in weit höherem Grade fühlt und den Mitgeschöpfen, aus deren Reihe er hervorgegangen sein soll, ein so hartes Joch auflegt? Die Welt würde ihre Entwicklung recht sonderbar betrieben, ihren Ersterschaffenen die Freiheit genommen und die Knechtschaft aufgelegt haben.

In der Weltentwicklung ist der Mensch kein Spiel des launenhaften Zufalls. Wir erkennen dieses aufs deutlichste aus der nur einmal auf unserem Planeten vorkommenden Spezies: Homo sapiens. Eine Erzeugung des Menschen aus der Tierwelt hätte schwerlich nur eine einzige Spezies, sondern sicherlich in jedem Weltteile eine andere ans Licht gebracht. …“

(Geist und Stoff, 4. Buch)

 

„… Wer die Erfahrung ins Gesicht schlägt, muss notwendig zu Absurditäten gelangen. Auf Urzeugung, Kampf ums Dasein und willkürliche Transmutation kann man keinen Baum des Lebens gründen. Welche Krone dann das System erhält, zeigt sich in der tatsächlich behaupteten Affen- oder überhaupt tierischen Abstammung des Menschen. Ich meinerseits muss gegen eine solche Zumutung protestieren, dieses widerwärtige Geschlecht für meine Ahnen zu halten, und kann aus subjektiven und objektiven Gründen daher auch weder dem Gorilla, noch den andern anthropoiden Affen als meinen Vettern ein Kompliment machen. Wenn auch der Mensch aus einer niederen, ja tierischen Stufe allmählich nach einem ganz bestimmten Gesetz aufgestiegen ist, so ist er doch niemals Affe gewesen …“

(Geist und Stoff, Einleitung)

 

„… Das fundamentale Prinzip der Anthropologie, welches sie sich zuförderst anzueignen hat, wenn sie überall auf den Namen einer Wissenschaft Anspruch erheben will, ist dieses, dass der Mensch so alt ist als die Erde, dass Erdentwicklung und Menschenentwicklung zwei sich bedingende Entwicklungsreihen sind und dass mithin die Erde und der Mensch an gleichen Hebelarmen der Zeit hängen und sich balancieren. Der Erdball ist das Maß der menschlichen Entwicklung, wie der Mensch das Maß alles Irdischen ist. …“

(Geist und Stoff, 5. Buch)

 

LEBEN WIRD NUR AUS LEBEN GEBOREN

„… Wenn wir nun das Lebendige auf unserem Planeten beobachten, so machen wir vor allen Dingen zwei wichtige Erfahrungen, nämlich:

  1. das Lebendige tritt immer individuell auf; es gibt nur lebende Körper;
  2. das Lebendige kann nur aus Lebendigem entstehen, indem Leben neues Leben gebiert.

Diese beiden Sätze sind allgemein und es gibt nicht zwei andere Erfahrungssätze, welche so oft durch Beobachtung bestätigt werden können. […]

Unsere beiden Sätze enthalten zwei Naturgesetze, welche wir in folgender Weise formulieren wollen.

  1. das Gesetz der Individualität des Lebens;
  2. das Gesetz der Kontinuität des Lebens. …“

(Geist und Stoff, 1. Buch)

 

„… Eine der am häufigsten zu machenden Beobachtungen lehrt vielmehr, dass nur Leben entstehen kann, wo bereits Lebendiges ist, dass also (das Leben nur aus Leben geboren werden kann.

Wer daher, trotz dieser so häufigen Erfahrungserkenntnis annehmen wollte, dass es einst eine Urzeugung gegeben habe, der würde seinen eigenen Sinnen nicht trauen, vielmehr dahinsegeln auf den Fittichen seiner ungezügelten Phantasie, und wir müssten von vornherein darauf verzichten, ihm auf diesem nebligen Pfade zu folgen. Wer in den Naturwissenschaften etwas Sicheres durch seine Forschung zutage bringen will, von dem müssen wir deshalb zu allererst verlangen, seine Einbildungskraft zunächst Zuhause zu lassen, dagegen ernstlich zu beobachten und mit scharfem Verstand zu schließen. Wer dies nicht tut, der mag wohl einen ganzen Sack voll Hypothesen zu Markte bringen, aber die Wahrheit wird er nicht fördern. …“

(Geist und Stoff, 1. Buch)

 

„… und sie versuchen wohl gar, ob das Leben nicht doch durch Experimente, durch Urzeugung ins Dasein gerufen werden könne! Solche Versuche sind die grausamste Pfuscherarbeit, die es geben kann, und ich sage euch Urzeugungskünstlern deshalb: wenn ihr Leben erzeugen wollt, so müsst ihr heiraten; gelingt es euch dann nicht, so ist euch nicht zu helfen!

Das Problem des Lebens ist nicht durch Experimente zu lösen, denn Experimente setzen schon Lebendiges voraus, von denen sie angestellt werden. Auch die Darwinisten, welche durch Transmutation, Kampf ums Dasein etc. etc. den Menschen aus Tieren hervorgehen lassen, machen denselben verbohrten Schluss. Wollt ihr Darwinisten aus einem Tier etwas Menschliches machen, so esst das Tier auf, dann gelingt es, sonst aber nicht! ...“

(Geist und Stoff, 8. Buch)

 

„… Wo wir daher eine Summe unorganischen Stoffes finden, immer können wir wissen, dass hier Leben geherrscht habe, zu dessen Bewegungen jener Stoff gedient hat und zu dessen Unterhaltung er umgesetzt worden ist. Niemals ist aus unorganischen Stoffen Leben entstanden, wenn vorher kein Leben da war. Die Urzeugung verstößt daher gegen alle Gesetze des menschlichen Denkens, das aus der Natur seinen Ursprung genommen hat, weshalb die Natur den Gesetzen der Vernunft nicht widersprechen kann. Der organische Stoff hat daher die Priorität, und es ist abzusehen von jenen Lehren, welche die Welt erst aus unorganischem, gasigem Stoff entstehen lassen und dann weiter aus diesem durch unmögliche Prozesse das Leben durch Urzeugung bilden wollen. Solche Lehren sind nicht aus dem Denken, sondern aus dem Phantasieren entsprungen, und es ist schade um die Kraftvergeudung, welche hierbei stattgefunden hat, als man mit Vernunftgründen das Abenteuerliche dieser Lehren genießbar machen wollte. …“

(Geist und Stoff, 1. Buch)

 

ÜBER DEN DARWINISMUS

„… Der Darwinismus ist deshalb nur halb wahr; es ist eine geniale Krücke, welche Menschen mit gesunden Beinen angeboten wurde. Nach einiger Zeit musste die Wissenschaft erkennen, dass sie an dieser Krücke nicht vorwärts konnte und dass ihr nichts übrig bleibe, als auf ihren eigenen, gesunden Füßen wieder fortzuschreiten…“

(Geist und Stoff, Einleitung)

 

„… Welche Vorstellung gibt uns nun der Darwinismus vom Menschen? Ohne Kraft, durch bloße zum Teil sehr mystische Prinzipien, mit welchen man tatsächlich keine Maus in ihr Loch jagen kann, geht man der Entwicklung des Lebendigen zu Leibe, und schließlich treibt man das menschliche Götterangesicht aus Affen oder Quadrupeden hervor, von denen man bei einiger Beobachtung sagen kann, dass sie den Menschen auch nicht einmal der Möglichkeit nach enthalten können. Von einem Kraftnachweise fehlt vollends jede Spur; es häufen sich die Entwicklungsstufen ohne Kräfte, nur die Kraft des Zaubers wird in Anwendung gebracht, und das bezaubernde Ebenbild Gottes steht in einer jämmerlichen Nichts- und Nacktheit vor uns.
Von der Jammergestalt eines Darwinschen Menschen wollen wir nichts wissen. Wir sind nicht erzeugt von Eltern, die Affen oder Vierfüßer waren, weil diese Geschöpfe den Menschen auch nicht der Möglichkeit nach enthalten können. Wohl aber stammen alle Tiere vom Menschen ab, in dessen Stammbaum alle ihren festen Fuß haben. …“

(Geist und Stoff, Zusätze)

 

„… So viel man es sich auch vorspricht - dennoch gibt es keine Bestätigung der fundamentalen Prinzipien Darwins durch die Erfahrung. Er pflanzt den Baum des Lebens, ohne einen Kern zu haben - trotzdem muss sein Gewächs üppig aufschießen und Zweige wie Äste nach allen Richtungen treiben. Nicht lange, so stehen sich eine Menge der Zweige im Wege und nun fährt der Kampf ums Dasein als der regulierende Faktor dazwischen, um hier und dort welche wegzuhauen. Zweige und Blätter des Lebensbaumes vermehren sich mehr, als der Stamm und die Wurzeln Saft haben zu ernähren, und man sehnt sich beim Anblick dieser Kalamität nach dem Wirbelwinde, der das Ungetüm von Baum stürzen möchte. Die Konsequenz des Darwinismus ist ein gelinder Kannibalismus - gelinde gesagt- unter Menschen und Tieren, und wer ihn zur Grundlage der Moral nehmen wollte, würde unter einem Volke einen wahren Hexensabbath einrichten können. Berücksichtigt man, was Malthus, der Vater der Überbevölkerungsangst, sagt und wie Haeckel allen Ernstes die Spartaner preist, welche bekanntlich alle schwächlichen Kinder gleich nach der Geburt am Taygetos aussetzten, und wie er weiter die Fortschritte der Medizin beklagt, welche gelernt habe, schleichende Krankheiten in die Länge zu ziehen: so ist es für einen nüchternen Zuschauer wohl erlaubt, zu solchen Ansichten den Kopf zu schütteln. Cäsar war bei seiner Geburt bekanntlich eines der schwächlichsten Kinder und doch ist er der größte Römer geworden und konnte die Welt erobern. …“

(Geist und Stoff, Einleitung)

 

MATERIALISMUS

„… Der Materialismus ist eine solche falsche Ansicht, und er versteigt sich zu der Behauptung, dass die Materie als Gehirnbrei zu denken vermöchte. Die Erscheinungen des Lebens, geistige Befähigungen etc. sind nach dieser Anschauung nur gewisse Zustände, welche in Begleitung der Materie auftreten, wenn sie diese oder jene zufällige Lagerung und Anordnung ihrer Teile einnimmt. Aus einer solchen Erklärung ist weder die Materie noch das Leben mit seinen geistigen Erscheinungen zu begreifen, aber man hilft sich über alle Schwierigkeit hinweg mit einer staunenswerten Leichtigkeit und Schnelligkeit, indem man eine gute Portion »ignoramus« oder »ignorabimus« aus seinem dicken Gehirnbrei hinzutut. Und das soll dann der Kern der Wahrheit sein! Mit solchen pythischen Orakelsprüchen sollte man doch die Leute nicht länger mehr elenden!
Es ist ja sonnenklar, dass das Gehirn als solches gar nicht imstande ist zu denken. Bei dieser Geistesarbeit - die allerdings viele Köpfe gar nicht verstehen - werden zwar von dem lebendigen Gehirn gewisse Partikeln als unorganisch ausgestoßen, nämlich als Maß der dabei geleisteten Denktätigkeit; aber das Gehirn selbst denkt nicht. Der Mensch denkt, und zwar der lebendige Mensch denkt mit dem Gehirn als seinem Denkwerkzeuge,
[…]
So einer sagt, das Gehirn denkt, so behauptet er mutatis mutandis dasselbe wie ein anderer, der sagen würde, der Hobel hobelt. Das Absurde einer solchen Behauptung aber liegt auf der Hand, obgleich hier nicht größer als dort, weil jedermann sagen kann, der Tischler hobelt mit dem Hobel. Hierbei wird auch Arbeit geleistet, Stoffteile des scharfen Eisens gehen verloren, und der Hobel wird abgenutzt. Dies letztere zusammen gibt auch ein Maß her für die geschehene Arbeit etc. …“

(Geist und Stoff, Zusätze)


„… Wäre der Organismus nur ein aus Materie aufgebautes Gestell, was sich nach den physikalischen oder chemischen Gesetzen dieser Materie bewegt, so müsste es leicht sein, einen Erstickten oder Ertrunkenen wieder ins Leben zurückzurufen, da man ja doch Mittel genug hat, eine Uhr, welche durch rein äußere Umstände stehen geblieben ist, wieder in Gang zu bringen.
[…]
Weil die organische Bewegung sich nicht rein materialistisch auffassen lässt, so gerne man das auch möchte, so hat auch das willkürlich angestellte Experiment in der Biologie nur eine beschränkte Berechtigung. Es ist ja das Leben immer an ein organisches Individuum gebunden, und daher muss das Experiment, wenn es einen biologischen Wert behalten soll, dieses Individuum stets intakt lassen. Wer also mit Lebewesen experimentiert und dabei so rücksichtslos ist, sie dem Tode zu überliefern, der begeht eine contradictio in adjecto, wenn er sich einbildet, für die Biologie zu arbeiten. Man denke sich einen Physiker, welcher die optischen Eigenschaften der Prismen erforschen will, aber dabei fortwährend sein Instrument zerbricht. Kann der Mann wohl vom Fleck kommen, und ist es ihm möglich, das Geringste zu leisten? …“

(Geist und Stoff, 2. Buch)

 

„…Die unorganische Materie tut von selbst nichts mehr, und wenn Kohlenstoff und Sauerstoff sich nebeneinanderlegten, sie würden sich nicht chemisch miteinander verbinden. Soll dies geschehen, so muss ihnen erst neue Bewegungsenergie zugeführt werden, sei es durch das Sonnenlicht, sei es, dass sie zufällig einem Chemiker unter die Finger geraten, der aus seinem eigenen Vorrat davon ihnen mitzuteilen vermag und sie zur Kohlensäure zusammensetzt. …“

(Geist und Stoff, 10. Buch)
 

„… Wir müssen uns daher gewöhnen, sämtliche so genannten Naturgesetze als von der Zeit abhängig anzusehen und auf ihre Unveränderlichkeit Verzicht zu leisten. Wären die Kräfte der Materie unwandelbar und von Ewigkeit her gewesen, also völlig unabhängig von der Zeit, so hätten im Universum nur Gebilde Raum, welche ebenfalls von der Zeit unabhängig wären. Die Ansicht also, welche sich auf die Unabänderlichkeit der Naturgesetze stützt, nach welcher sich alle Materie konstituieren und bewegen soll, führt auf ein Weltgebäude, das in sich selber unveränderlich beharrt und worin kein Wandel statthaft ist. Die Welt aber, in der wir leben, ist kein solches starres Gebilde, sondern Veränderlichkeit und Wechsel ist die Regel, und daher kann es nur von Kräften seinen Ursprung und Halt genommen haben, welche von der Zeit abhängig sind. Diese Kräfte wirken in der organischen Materie, aus welcher daher alles, was ist, sein Dasein herleiten muss. …“

(Geist und Stoff, 3. Buch)

 

ATOME

„… Wenn man freilich einmal genau untersucht, wie weit man denn mit jenem materiellen oder materialistischen Maßstabe den Erscheinungen auf den Grund kommen kann, so zeigt sich bald, dass er völlig unbrauchbar ist, denn Natur und ihre Gesetze sind gegen ihn heterogene Dinge. Da sollen die Atome in ihrer kunstvollen Mechanik nach ewigen und unveränderlichen Regeln von ebensolchen Kräften getrieben werden und alles zustande bringen, was man nur will. Die Atome sind unsterbliche kleine Götterchen, denen keine Zeit etwas anhaben kann. Sie sollen imstande sein, aus sich selbst heraus einen ewigen Strom von Kraft zu entlassen, mit dem sie fort und fort Arbeit leisten. Ist das nicht der größte Widerspruch mit physikalischen Gesetzen, den man kennt? Wir wissen genau, wie sich die geleistete Arbeit richten muss nach der Summe von Kraft, welche dabei aufgewandt wird, und dass jede Summe Stoff zugleich eine Summe Kraft repräsentiert und damit äquivalent ist. Aber so ein Atömlein ist gleich einer unendlichen Kraftsumme, denn es ist bekanntlich ewig und unveränderlich und kann daher immerfort Arbeit leisten! …“

(Geist und Stoff, 2. Buch)

 

„… Indem das Leben nunmehr an den Anfang aller Dinge tritt, müssen wir wohl oder übel uns gewöhnen, es anders anzusehen als mit der bisherigen materialistischen Brille. Es ist unmöglich, noch länger dem Leben, dieser bewunderungswürdigsten aller Naturerscheinungen, jene klägliche sekundäre Rolle anzuweisen, wie es bisher durchgehend geschah, und Abgötterei zu treiben mit dem allmächtigen toten Stoff. Jetzt tritt das Leben an die erste Stelle und ihm wird zuteil sein heiliges Recht, - es herrscht über den Stoff, den es selber tötet, um, durch Verlust aus Masse auf der einen Seite, zu gewinnen an Entwicklung auf der anderen. …“

(Geist und Stoff, 2. Buch)

 

SONNE

„… Wäre die Sonne ein allmächtiger Feuerball, der auf Entfernungen, so groß wie die zu unserem Planeten, bloß vermöge seiner eigenen Glut Temperaturen von 30 und mehr Graden Wärme hervorzubringen vermöchte, so müsste sie selber eine Temperatur haben, die alles Maß überstiege, und die sicherlich keinen Augenblick zögern würde, die ganze Sonnenkugel in lauter Dampf aufzulösen. Es ist mit ungeheuren Wärmegraden in der Natur eine große Verschwendung getrieben, als ob die Welt nichts weiter zu tun hätte, als riesenhaftes Feuerwerk abzubrennen; dagegen hat man dem Leben einen winzig kleinen Spielraum zugewiesen, während doch wirklich und wahrhaftig alle Bewegung in der Welt aus Leben stammt. …“

(Geist und Stoff, 2. Buch)

 

DEM UNORGANISCHEN ENTSPRICHT DER DENKPROZESS

„… Der organische Stoff ist als der anfängliche von unserer Vernunft weit unabhängiger als der unorganische, mit dessen Ausscheidung erst unser Denkvermögen sich entwickeln konnte. Denn nochmals sei es gesagt, dass ohne Umsatz von organischer Materie, ohne Überführung derselben in den unorganischen Zustand kein Denkprozess möglich ist. Daher steht die unorganische Materie zu unserer Vernunft in sehr naher Beziehung und ihre Bewegung stellt sich ihr gegenüber als einfach und leicht fasslich dar. An sich, d. h. ohne Rücksicht auf menschliches Denken und Erkennen, darf die Bewegung des Unorganischen daher sein, wie sie will - in dem angeführten Umstände aber liegt es, dass sie unserem Verstande einfache Verhältnisse darbietet.

[…]
Dagegen für unseren Lebensprozess, das ist Zeugung und Ernährung, ist die organische Materie sozusagen einfacher und fasslicher. Dem Denkprozess entspricht der unorganische, dem Lebensprozess der organische Stoff. Während unser Erkenntnisvermögen äußerst schwer mit der organischen Materie arbeitet, hat unser Ernährungs- und Zeugungsprozess dermaßen seine Schwierigkeit mit der unorganischen, dass er sie nicht zu überwinden vermag, - was auch alle Anhänger der Urzeugung aus Kohlenstoff und Kompanie dagegen sagen mögen. Es ist also durchaus nicht gesagt, dass an sich die Verhältnisse des organischen Stoffes komplizierter sind als die des unorganischen; es kommt dabei auf den Standpunkt an, den man einnimmt. Für den Denkprozess sind die des unorganischen Stoffes einfacher als die des organischen, für den Lebensprozess ist es umgekehrt, …“

(Geist und Stoff, 3. Buch)

 

TIERVERSUCHE

„… Dieser moralische Grund ist es einesteils, welcher mich zwingt, der Vivisektion nur eine sehr beschränkte Berechtigung zuzugestehen. Ich kann nicht einsehen, dass für den Menschen der Weg zum Heil und zur Gesundheit erst über tausende erbärmlich zu Tode gemarterter Tierleichen führe.
[…]
Wenn man ein Hospital für kranke Tiere einrichtete und ernstlich bestrebt wäre, die Krankheiten und Verletzungen derselben zu beobachten und zu heilen, so bin ich überzeugt, würde der Gewinn für die gesamte Medizin ein größerer sein. Zu den Vivisektionen werden vorzugsweise gesunde Tiere genommen, und solche Versuche müssen, falls sie zu Erkenntnissen im Gebiet der Heilkunde führen sollen, die Quelle der gefährlichsten Irrtümer werden können.

[…]
Die Medizin hat viel Ähnlichkeit mit der Theologie. Sie ist dogmatisch. Als Wissenschaft hat sie entsetzlich wenig geleistet, deshalb wechseln die Methoden der Krankenheilung wie die Handschuhe der Ärzte. Was heute sich einer allgemeinen Üblichkeit erfreut, wird morgen schon wieder verworfen, und ich könnte die Menschheit bedauern - bloß wegen der Ärzte. Die Medizin wird für eine induktive Wissenschaft ausgegeben; man will also ihren Inhalt aus Erfahrung schöpfen. Dies ist der krasseste Materialismus, der das Lebendige auch wie einen Kristall oder eine Lösung verschiedener Stoffe, als einen Haufen zusammengewürfelter Moleküle ansieht. Nun aber wissen wir aus Erfahrung, dass das Lebendige vor aller Erfahrung existierte, und dass im Gebiete desselben daher die Erfahrung selbst nur eine beschränkte Berechtigung - insofern das Leben in der Zeit anschauliche Formen angenommen hat - besitzt.

[…]
Weil das Leben individuell ist, hat die Erfahrung, welche immer vom Einzelnen aufs Allgemeine geht, mit dem Lebendigen eine verzweifelte Arbeit. Wenn auch zwei Menschen genau dieselben Krankheitssymptome haben, so ist doch bei dem einen die Krankheit anders, als bei dem anderen - es gibt genau genommen keine Krankheiten, sondern eigentlich nur kranke Men¬schen.

Nun sollte man denken, müsste ein Arzt, der fortwährend nur die eine Person behandelt und beobachtet, wie der Leibarzt eines Fürsten, hier einen großen Vorrat spezieller Erfahrungen sammeln. In der Tat kann er dies auch, aber er darf wieder nicht von einer Zeit auf die andere schließen, weil ein lebendiges Individuum nicht dasselbe bleibt in der Zeit, sondern seine Konstitution ändert, weil die disharmonische Empfindung desselben sich vermindert. Mithin hat auch beim menschlichen Individuum die Erfahrung nur einen kleinen Geltungsbereich; man muss hier gezwungener Weise mit mehr oder minder großen Wahrscheinlichkeiten rechnen.

Das Leben macht eine Erfahrung erst möglich; es muss also da sein vor aller Erfahrung. Wie will man also eine Wissenschaft vom Leben, wozu auch die Medizin als eine reine question biologique gehört, aus Erfahrung konstruieren, da das Leben Voraussetzung aller Erfahrung ist? Man verwickelt sich durch Behandlung der Medizin als eine induktive Wissenschaft in ein Netz von logischen Widersprüchen.

Als die Menschen noch die dämonischen Gewalten in der Natur fürchteten, opferten sie und ließen sich die Sünden vergeben. Nunmehr, da die Furcht vor jenen Unholden verschwunden ist, machen die Sünden dem Menschen weniger Sorge; aber jetzt kommt die Unwissenheit und das Heer der Krankheiten, welche Furcht einjagen. Nun opfern wir dem Dämon Unwissenheit unzählige Tieropfer auf dem Altar der Vivisektion und suchen statt Sündenvergebung - Heilung der Krankheiten. Ob mit besserem Erfolg? - Wer weiß es? -

Welches ist leichter zu sagen: Dir sind Deine Sünden vergeben oder zu sagen: Stehe auf und wandle? …“

(Geist und Stoff, 8. Buch)

 

ZUGVÖGEL – UNTERGEGANGENER KONTINENT

„… Aus der Tatsache, dass in Grönland vorweltliche Laubhölzer gefunden werden, folgt noch nicht, dass jene Hölzer auch dort gewachsen sind; im Gegenteil deutet ihr Auffinden in Sedimentschichten darauf hin, dass sie größtenteils dort angetrieben sind und ihre Heimat zu beiden Seiten des Mississippitales gehabt haben. Aus einem genauen Studium des Phänomens der Hebung und Senkung ganzer Ländergebiete habe ich die Überzeugung gewonnen, dass die große, jetzt nach Nordosten gehende Driftströmung im atlantischen Ozean - Golfstrom im weiteren Sinne - zu jener Zeit von Süden nach Norden durch das jetzige große Flusstal des Mississippi hindurchgegangen ist und Grönland auf weit kürzerem Wege erreicht hat als es jetzt möglich sein würde. Wenn wir uns erinnern, was im vorigen Buche über die Kennzeichen der Hebung oder Senkung von Küstenstrichen bemerkt ist, so wird uns nicht schwer fallen, die Anzeichen, dass ein großer Teil Nordamerikas von Wasser bedeckt war, noch jetzt in den vereinzelt liegenden Wasserflächen der vielen nordamerikanischen resp. kanadischen Seen zu finden ist. Der Golfstrom ging durch die Hudsonbai nach Norden und brachte eine ungeheure warme Wassermenge an die Küsten Grönlands (welche damals gewiss den Namen Grünland mit Recht verdienten) und ermöglichte hier ein weit üppigeres Pflanzenwachstum als es jetzt die Polarsonne vermag. Zugleich aber entführte die Strömung aus den südlicheren Gegenden von den jetzigen Alleghenies und vom Felsengebirge eine Menge Treibholz, welches sich nach und nach an den nördlicheren Küstenstrichen ablagerte und hier mit der Zeit versteinerte. Nun ergibt sich aus einer Menge anderer Tatsachen, deren Aufzählung hier nicht möglich ist, dass Grönland schon seit undenklichen Zeiten ein Inselkomplex gewesen ist, der auf 82 1/2° nördlicher Breite sein Ende erreicht. Es folgt mithin, dass der Golfstrom in dieser Breite Grönland umfloss und zwar vermöge der Achsendrehung der Erde nach Nordosten und Osten, immer noch eine Menge Treibholz mit sich führend und ablagernd, zugleich aber im Polarmeere sich abkühlend und in der Gegend von Spitzbergen als Eisberge führender Polarstrom sich nach Süden wendend. Deshalb findet man noch auf Spitzbergen eine Menge so genannter tertiärer Laubhölzer und Koniferen, welche unmöglich dort gewachsen sein können, wenn die Erde dazumal nicht eine exorbitante Temperatur entwickelt hat. Von Spitzbergen ging die arktische Strömung nach Süden, floss durch das Weiße Meer, die russischen Ostseeländer - wo noch eine Menge zerstreut liegender Seen die später stattgefundene Hebung andeutet - Polen, Südrussland und westwärts auch deutsche Gebiete streifend nach Süden ins Mittelmeer und weiter durch die Sahara nach Westen und in der Gegend des Meerbusens von Benin in den Atlantischen Ozean zurück. Auf seinem Wege aus den Polargegenden nach Süden musste er als eisführender Strom ganz bedeutend abkühlend auf jene Länder wirken, welche er berührte, und auf den Gebirgen, wie den Alpen und Karpaten, zur Vergletscherung beitragen. Während also in den nördlichen Ländern Amerikas eine verhältnismäßig hohe Temperatur herrschte, war in Europa eine Eiszeit, während es jetzt ungefähr umgekehrt ist. Die ungeheure Vergletscherung großer mitteleuropäischer Ländergebiete war eine natürliche Folge des kalten Polarstroms, der sie auf seinem Laufe nach Süden entweder direkt berührte oder dorthin seine Verzweigungen sandte. Auf diese Weise scheint sich jene europäische Eiszeit aus einem anderen Laufe der damaligen Meeresströmungen ganz ungezwungen zu erklären, und man hat nicht nötig, zu willkürlichen Schwankungen der Intensität des Sonnenlichts zu greifen, welche sich nicht natürlich begründen lassen.

Zu jener Zeit wird der nordatlantische Ozean von einem großen Kontinent erfüllt gewesen sein, dessen höchste Spitzen noch als Inseln und Inselkomplexe aus dem Meere hervorragen, als das in die Kanarischen Inseln, die Azoren, Bermudas-Inseln, Neufundland, Island, Jan Mayen, Faröer usw. In ganz ähnlicher Weise lassen sich die Eiszeiten anderer Länder erklären und aus Erscheinungen deuten, welche noch heute auf der Oberfläche unseres Planeten anzutreffen sind. Wenn jemals etwas in mächtiger Weise gestaltend auf die Klimate und Küstenländer eingewirkt hat, so sind es die Meeresströmungen gewesen, deren Bedeutung in der Erdgeschichte bei weitem noch nicht in hinreichendem Maße erkannt worden ist.

Die allmähliche Veränderung der Klimate durch Meeresströmungen, welche man bei Island bemerken will, solange Menschen dort eingewandert sind, hat in den europäischen Ländern eine interessante Erscheinung hervortreten lassen, welche ich in kurzen Umrissen noch zeichnen möchte und zugleich versuchen, auf einige Umstände aufmerksam zu machen, welche die in Frage kommende Erscheinung in ein helleres Licht stellen könnten. Ich meine die Zugvögel. Ihr Erscheinen knüpft sich bei den von Süden kommenden an die Reife des weiblichen Ovariums, wie schon Jenner bemerkte – sie wollen bei uns brüten. Dies ist ein Zeichen, dass sie in den nördlichen Ländern ihre eigentliche Heimat haben, welche sie, von Süden kommend, immer wieder aufsuchen. Was kann aber einen Vogel veranlasst haben, seine eigentliche Heimat auf längere Zeit zu verlassen, da diese ihm doch die Bedingungen seiner Existenz am besten liefern musste?

Der Grund dieser Erscheinung liegt in der Veränderlichkeit der europäischen Klimate, welche hier ungleich größer gewesen ist als in anderen Kontinenten. Jene Vögel haben hier gewohnt, längst bevor es eine Eiszeit in Mitteleuropa gab, sie haben aber auch teilweise gewohnt auf jenem versunkenen Kontinent, der den ganzen nordatlantischen Inselkomplex umfasste. Als nun die polare Strömung die mitteleuropäischen Länder erreichte, zogen die Vögel weiter nach Süden, wo die Sonne imstande war, ein gemäßigtes Klima zu erhalten, in dem sie gewohnt waren, zu leben, und als sich später wieder die Temperatur in Mitteleuropa hob, zogen sie auch weiter nach Norden. So weit nun die von Süden kommenden Zugvögel ihr Aufenthaltsgebiet ausdehnen, so weit ist auch früher schon das Gebiet des gemäßigten Klimas gegangen, und kein Zugvogel, der hier brütet, geht über jenes Gebiet hinaus. Sie suchen die südlichen Länder auf, wenn die Sonne ebenfalls nach Süden geht und das Klima dort ein gemäßigtes wird.
In gleicher Weise bezeugen uns die von Norden kommenden Zugvögel, wie weit sich in früheren geologischen Epochen das Gebiet der kalten Klimate erstreckt hat. Die nordischen Zugvögel kommen im Winter zu uns, wie die Nebelkrähe, die nordischen Enten und Gänse; sie lieben ein winterliches Klima, das ihnen noch gestattet, ihrer Nahrung nachzugehen. Ihre Heimat ist der Norden, zu dem sie zurückkehren, sobald die Sonne das Klima dort unserem Winter ähnlich gestaltet, sobald sie also auch nach Norden geht. Jene Vögel nun, welche den untergegangenen Kontinent bewohnten, haben sich eine neue Heimat suchen müssen; sie sind teils nach Osten und Norden, teils nach Wester und Süden gegangen, sie sind gleichsam die Juden unter der Vögeln. …“

(Geist und Stoff, 6. Buch)

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