Wartehäuschen

Ein Beitrag von Kerstin Weber (Freie Waldorfschule Wernstein)

Die 3. Klasse in Wernstein (mit Schülern aus den Landkreisen Bayreuth, Kulmbach, Lichtenfels und Kronach) hatte ein besonders großes Anliegen. Die Bushaltestelle und der Parkplatz an der Schule liegen völlig ungeschützt im Freien. Ein Wartehäuschen gab es nicht - bei Regen war es somit nicht möglich sich unterzustellen.

„Wir bauen einen Unterstand", das hatte die 3. Klasse im Rahmen der Epoche schnell beschlossen. Nach den Pfingstferien ging es dann los - ein Plan erstellte ein Schulvater, der Architekt war. Die Kinder wurden mit eingebunden. Die Zeichnungen waren schnell erstellt.

Ein anderer Vater schaffte mit dem Bagger die Erde weg. Dann ging es für die Kinder ans Vermessen und der Grundstein wurde gelegt. Anschließend wurde das Fundament gegraben, Mörtel gemischt und gemauert.

Zwei Wochen vor den Sommerferien wurde das Holzgerüst aufgerichtet. Nun musste nur noch das Dach verschalt werden, damit die Ziegel gelegt werden konnten.

In einer letzten Gemeinschaftsaktion packten Eltern, Schüler und die Lehrerin direkt vor der Einweihungsfeier mit an, damit das Wartehäuschen seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Am Mittwoch in der vorletzten Schulwoche um 8.00 h trafen sich alle zum Arbeitseinsatz, um 09.15 h begann die Einweihungsfeier. Als Gäste durfte die 3. Klasse die Zweitklässler mit ihrer Lehrerin begrüßen, die ihnen im nächsten Jahr mit einem eigenen kleinen Bauprojekt folgen werden.

Mit einer Trompetenfanfare begann die stimmungsvolle Feier. Ein gemeinsamer Tanz und Sprüche über den Hausbau, rezitiert von der ganzen Klasse, schlossen sich an. Mit einer Segenshandlung und dem stimmungsvollen Klang der Oboe und Flöte wurde das Wartehäuschen unter guten Wünschen der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer seiner Bestimmung übergeben. Lukas durchschnitt das Band und die Kinder der 2. Klasse waren die ersten, die das Häuschen bei Früchten, Brot und Salz in Besitz nehmen durften.

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