Orientierungs-Wettspiel

Ein Beitrag von Urs Schenk

Viele KlassenlehrerInnen lassen in der Heimatkunde den eigenen Klassenraum von oben zeichnen. Man ändert die Perspektive, wie sie auch beim Kartenlesen notwendig ist. Am nächsten Tag ließ ich ein kleines Orientierungs-Wettspiel folgen.

Dazu teile man die Klasse in Vierergruppen ein. Alle Tische und Bänke stehen vorne im Klassenraum aufgereiht, die Kinder sitzen zunächst hinten an der Wand und dürfen still und aufmerksam das Geschehen beobachten. Immer zwei Gruppen treten nebeneinander an. Sie haben jeweils die Hälfte des Raumes für sich. Könnte man markieren.

An der verdeckten Tafel skizziere ich aus der Vogelperspektive eine Anordnung von Schultischen und -bänken (siehe Skizze). Auf Drei gebe ich den Blick auf die Skizze frei und die Gruppen formieren in Windeseile Tische und Bänke entsprechend der Tafelskizze. Fertig ist eine Gruppe dann, wenn alle TeilnehmerInnen auf den Tischen sitzen. Sind beide Gruppen fertig, wird die Richtigkeit geprüft. Hat die schnellere Gruppe einen Fehler gemacht, siegt sie nicht, wenn die andere Gruppe fehlerfrei war. Die Siegergruppe kommt eine Runde weiter. Mit jedem Spiel gibt es eine neue Skizze.

Gefragt sind Geistesgegenwart, Geschicklichkeit, Teamgeist und vor allem Orientierungsvermögen. Ich war erstaunt, wie flink die Kinder waren. Die zuschauenden Kinder waren sehr aufmerksam und haben zugleich die Spielprozesse innerlich mitvollzogen.

Wer ganz am Ende siegte, war im Grunde unerheblich. Das Spiel an sich hat uns große Freude bereitet.
 

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