Der Schwarzwald und sein Holz

Jahrhundertelang blieb der Schwarzwald völlig unberührt. Er war bergig und unwegsam. Kein Weg führte hindurch. Große Bäume wuchsen dort. Das Unterholz war dicht und dunkel. Jeden Schritt in dieses riesige Waldgebiet musste man sich erkämpfen. Daher trauten sich die Menschen erst ab dem Mittelalter in diesen dunklen schwarzen Wald. Dort lockten Silber, Eisenerz und Holz.

Ab dem 11. Jahrhundert begannen Ortschaften immer größer zu werden und zu Städten heranzuwachsen. Viele Häuser mussten erbaut werden und da brauchte man große Mengen an Holz. Für ein Fachwerkhaus benötigte man viele große, lange Stämme. Insbesondere in Holland entstanden häuserreiche Städte. Zuerst fällte man Bäume in der Umgebung. Gab es hier aber keine großen Bäume mehr, so musste man sie von weiter her heranschaffen. Holz wurde immer kostbarer und im Schwarzwald gab es Unmengen Holz. Aber zwischen dem Schwarzwald und Holland liege hunderte Kilometer!

Wie konnte man große Stämme über so weite Strecken transportieren? Bevor es Lastwagen und die Eisenbahn gab, war der Langholztransport eine schwierige Angelegenheit. Mit Pferd, Ochse und Wagen waren nur kürzere Entfernungen möglich. Längere Strecken konnte man die Stämme nur über die Flüsse bewegen, denn Holz schwimmt. Ein ganz neues Handwerk entstand. Die Flößer flößten die Stämme über den Rhein oder die Donau.

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