Roter Fingerhut

Hans Reismann

Der Fingerhut ist eine giftige und auffällige Pflanze, die man kaum wieder vergisst, wenn man sie einmal kennengelernt hat. Seinen Namen hat er wegen seiner besonders geformten Blüten. Sie sehen aus wie kleine Hüte, die man sich über die Finger streifen kann. In der Mythologie haben Elfen – diese tanzenden und magischen Naturgeister – solch eine Blüte manchmal als Hut auf. Die roten, violetten oder auch weißen Blüten haben eine Glockenform. Sie hängen in einer Traube am oberen Teil des Stängels und weisen alle in eine Richtung. Der Schlund der Blüten ist gefleckt. Der Fingerhut blüht sich nach oben. Solange er wächst sind oben immer Knospen zu sehen, die weiter unten wunderschön aufgehen. Der Rote Fingerhut wächst gerne auf Waldlichtungen. Er wird 30 – 150 cm hoch und blüht von Juni bis in den August.
 


Der rote Fingerhut ist eine sehr giftige Pflanze, die man nicht essen darf. Schon kleine Mengen können zum Tode führen. Das Gift verlangsamt den Herzschlag. Hinzu kommen Übelkeit und Sehstörungen. Schnell kann das Gift zum Herzstillstand führen.