Die Adventszeit

Ein Beitrag von Dorothea Schneider (Waldorfkindergarten Heilbronn)

Im November ist es kühl geworden, oft ist es trüb und regnerisch. Die Beete im Garten sind abgeräumt. Die letzten Blätter werden zusammengerecht, alle sind jetzt vom Herbstwind von den Bäumen geweht. Es wird nun schon sehr früh dunkel und mit unseren Laternen ziehen wir durch die Straßen. Viele Tiere ziehen sich zum Winterschlaf zurück. In dieser Spätherbst-Zeit zeigt sich uns die Natur in ihrem kargen Kleid. Alle Licht- und Wachstumskräfte haben sich in die Erde zurückgezogen; dort sammeln sie sich, um den neuen Frühling vorzubereiten.

Auch die Menschen bereiten sich in ihrem Inneren vor – auf die Ankunft des Lichtes in der Weltenmitternacht. Der Erwachsene bereitet seine Seele vor, versucht einen Raum zu schaffen für besinnliche, ordnende und reinigende Gedanken. So bereiten wir auch in den zwei Wochen vor der Adventszeit die Umgebung des Kindergartenkindes vor. Wir ordnen und reinigen den Raum und die Spielsachen beim sogenannten Adventsputz. Dabei polieren wir sorgfältig alle Holztiere,-spielsachen, -löffel und -teller mit einem wohlriechenden Wachs. Wir putzen alle Spielständer, Stühle und Tische und waschen unsere Spieltücher, Schneckenbänder und Kronenbänder. Die Tücher werden gebügelt. Alles wird zur Seite gelegt und erst am letzten Kindergartentag vor dem ersten Advent wieder in die Regale gelegt.

In diesen Tagen binden wir auch den Adventskranz. Die Kinder binden sich kleine Kränzchen oder machen sich Tannensträußchen. Erste adventliche Düfte durchströmen den Kindergarten. Alle weiteren Vorbereitungen geschehen ohne die Kinder, denn die Adventszeit ist eine geheimnisvolle Zeit. Sie ist im Kindergarten eine besonders innige Zeit und so wichtig und lebendig für die Kinder, dass sie das ganze Jahr über, besonders auch zur Hochsommer-Johannizeit das Krippenspiel spielen oder vom Nikolaus sprechen.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartung auf das was kommen will, eine Vorbereitungszeit und eine Zeit der Vorfreude auf Weihnachten.
 

Adventsgärtlein und Apfellicht

Wir leiten die Adventszeit zunächst nur andeutungsweise ein. Dann lassen wir die Kinder eine sich von Adventswoche zu Adventswoche steigernde Fülle erleben. Die Adventszeit ist eine Zeit des Werdens ohne schon die Erfüllung zu sein, so wie sich auch das Kerzenlicht auf dem Adventskranz steigert und schließlich im Christbaum einen Höhepunkt findet.

Das Bild des sich steigernden Kerzenlichtes finden wir auch beim Adventsgärtlein, dass uns im Kindergarten auf die Adventszeit einstimmt. Das Adventsgärtlein ist ein vorweihnachtlicher Brauch und findet immer am Samstagnachmittag vor dem 1. Advent statt. Am Vortag wird auf dem Boden in unserer Halle eine Spirale aus Tannenreisig gelegt, in deren Mitte erhöht eine große Kerze steht. Jedes Kind bekommt dann im Laufe der Feier ein Apfellicht in die Hände gereicht, das es in die Spirale hineinträgt, an der Christuslicht-Kerze entzündet und dann beim Rückweg aus der Spirale auf

seinen goldenen Fünfstern (Symbol für den Menschen) stellt, der zwischen den Tannenzweigen liegt. So erhellt sich der gemeinsame Weg von innen nach außen, bis der zunächst fast dunkle Raum durch die vielen Apfellichter immer heller erleuchtet ist. – Wie die Kinder werden auch die Erwachsenen durch dieses schlichte Geschehen in adventliche Stimmung versetzt, die oft tief in Erinnerung bleibt.

Am Tag vor dem Adventsgärtlein bereiten wir während der Freispielzeit mit den Kindern zusammen die Apfellichter vor. Die rotbackigen Äpfel polieren wir, bis sie schön glänzen, dann wird jeder Apfel etwas ausgehöhlt, so dass die Bienenwachskerze und ein wenig Tannenreisig hineingesteckt werden können. Die älteren Kinder im Kindergarten wissen nun schon ganz genau, was morgen geschehen wird, und wir singen zur Einstimmung die ersten Weihnachtslieder. „Tief im Gärtlein strahlt es helle“ und „Über Sterne, über Sonnen, leise geht Mariens Schritt“.

Warum fügen wir das Apfellicht in dieser Weise zusammen, was bedeutet diese Einheit von Apfel, Kerzenlicht und Reisig? Der Apfel, in der Sommersonne gereift, ist ein uraltes Symbol für die Frucht vom Baum der Erkenntnis, für unsere Erdennatur. Dieser Apfel wird zum Träger des offenen Kerzenlichtes, dieses steht für die geistigen Qualitäten in uns, die sich am Christuslicht entzünden. Das Kerzenlicht symbolisiert also die innere Sonne und verbreitet ihre Wärme und ihr Licht, indem es seine eigene Substanz aufopfert. Verbunden und gehalten werden Apfel und Kerze von den immergrünen Zweigen der Tanne, die ein Symbol sind für wirkende Lebens- und Wachstumskräfte. Wir geben den Kindern mit diesem Apfellicht ein Bild des Menschen, das sie mitnehmen dürfen

auf ihren Entwicklungsweg zu sich selbst, denn die Spirale ist ein altes christliches Symbol für den Weg des Menschen zu sich selbst. Diesen adventlichen Weg, der auch ein Bild für die Erlösung vom Sündenfall ist, erlebt das Kindergartenkind beim Adventsgärtlein im eigenen Tun, was tief ins Leibliche hineinwirkt. Durch seine Sinneswahrnehmungen und die innere Nachahmungskraft vollzieht jedes Kind auch den Spiralenweg der anderen mit. Das Adventsgärtlein verdeutlicht uns die Verbundenheit des Menschen-Ich mit dem Christus-Ich. Dieser Weg zum Geistigen wird von jedem Menschen individuell gegangen, so wie jedes Kind in seiner ganz eigenen Art und Weise den Weg in die Spirale hinein- und wieder hinausgeht.
 

Jahreszeitentisch und Krippengärtchen

Am Montag nach dem Adventsgärtlein finden die Kinder den Gruppenraum verändert vor. Diese Verwandlung geschah jedoch ohne ihr Dabeisein. Jeden Adventsmontagmorgen versammeln wir uns mit Eltern vor dem Krippengärtchen am Jahreszeitentisch und singen im Schein der Adventskranzkerzen unsere Adventslieder. Bei der Gestaltung des Krippengeschehens auf dem Jahreszeitentisch gibt es verschiedene Möglichkeiten. In unserer Gruppe finden die Kinder ein mit Moos und Tannen gestaltetes Krippengärtchen vor. Die Wand dahinter ist mit einem blauen Tuch geschmückt. Auf dem Sternenhimmel leuchtet während der Adventszeit jeden Tag ein neuer Stern auf.

Das Krippengärtchen ist so gestaltet, dass im Hintergrund ein kleiner hügeliger Wald angelegt ist, in dessen Mitte der Stall steht. Zum Stall führt im Vordergrund von beiden Seiten ein gebogener Weg. Die Kinder erleben nun in den kommenden Tagen, wie sich im Krippengärtchen langsam steigernd das Krippengeschehen vollzieht. Zunächst hütet Gallus nur sein Schäfchen, dann wird die Schafherde größer, die anderen Hirten Wittok, Stichl und der alte Crispus kommen dazu. Am Ende der ersten Adventswoche machen sich Maria und Josef mit dem Eselchen auf den Weg. Ist der Engel den Hirten erschienen, ziehen auch diese los, nur Crispus bleibt bei den Schafen. (Die Hirten benennen wir nach denen im Oberuferer Weihnachtsspiel.) Jeden Tag finden die Kinder beim Krippengärtchen etwas verändert vor: die Hirten und Maria mit Josef kommen dem Stall immer näher, hier erscheint ein Edelstein, da eine kleine Schnecke, dort ein Tannenzäpfchen u.v.m. Von Adventswoche zu Adventswoche steigert sich auch das Kerzenlicht im Krippengärtchen. Jeden Morgen gießen und pflegen wir es, so bleibt es frisch und duftet nach Wald. Bald blühen auch erste Gänseblümchen, Erdbeeren oder das Moos; feine grüne Gräser sprießen. An dieser gestalteten Naturlandschaft erleben die Kindergartenkinder die Lebenskräfte (auch Formkräfte, Bildekräfte oder Ätherkräfte genannt), die im ersten Lebensjahrsiebt an ihnen selbst so intensiv wirken und bilden.

Am letzten Kindergartentag vor den Weihnachtsferien sind alle im Stall angekommen. Und damit die gemeinsam erlebte Adventszeit nun auch ihren Abschluss findet, liegt bei unserer kleinen Weihnachtsfeier das Kind bereits in der Krippe.

So wird das Geschehen im Krippengärtchen zu einer Ganzheit abgerundet, denn nach den Ferien steht auf dem Jahreszeitentisch das Haus der Familie des Jesuskindes, das die Heiligen Drei Könige anbeten.
 

Sankt Nikolaus

Am 6. Dezember kommt der Heilige Nikolaus zu uns in den Kindergarten. Das Leben des in der Legende geschilderten Bischofs Nikolaus von Myra (4.Jahrhundert) war bestimmt von Güte, Liebe und Selbstlosigkeit. Im Kindergarten kommt der Nikolaus aber nicht als Moralgestalt, sondern als Vorbote des Christkindes; sein gütiges Wirken soll die Weihnachtszeit für die Kinder vorbereiten.

Bis ins Äußere hinein soll die Nikolausgestalt ein Wahrbild sein und so trägt er ein weißes Priestergewand als Zeichen für die Reinheit seines Wesens, darüber einen blauen Samtmantel mit goldenen Sternen, dies deutet auf seine himmlische Herkunft hin. Er kommt in festen Stiefeln, trägt würdevoll eine Mitra und hält einen goldenen Bischofsstab in der Hand. Wenn wir morgens dann im Märchenkreis sitzen, klopft es fest an die Türe.

Nikolaus, der Himmelsbote, trifft ein und erzählt von seiner langen Erdenreise und wie er Mutter Maria begegnete. Sie gab ihm den Auftrag die Liebe der Menschenherzen zu sammeln. Denn diese Liebe bereichert das Sternenkleid, das Maria für das Christkind webt, um es vor Erdendunkel und Erdenkälte zu schützen. Nikolaus ist schon weit über die Erde gewandert, um die Liebe der Kinder zu sammeln. Er kennt auch unsere guten Taten und die liebevollen Gedanken. Er sieht aber auch, was unsere Herzen trübt, deshalb geht er im Kreis herum, um mit einem Tannenbüschel symbolisch unsere Herzen für die nahende Weihnachtszeit zu „putzen“. Wir singen ihm dann das Lied „Über Sterne, über Sonnen“, das von Marias Weg von Stern zu Stern berichtet, um die Strahlen für das Sternenkleid zu sammeln. Dann teilt uns Nikolaus Sterne aus, Himmelssterne aus feinen Lebkuchen, „damit ihr nimmer vergesst bis zur Heiligen Nacht, dass Menschenliebe die Strahlen des Himmels bindet und dass es nur Weihnachten wird auf Erden, wenn die Liebe der Menschen dem Christkinde hilft“. – Wir danken dem Nikolaus mit einem Lied und verabschieden ihn.

Die Kinder sitzen nun sehr beeindruckt auf ihren Plätzen, springen aber gleich gelöst auf, wenn Knecht Ruprecht die Türe ein wenig öffnet und einen Korb Nüsse in den Gruppenraum wirft. Der Nikolaus bringt uns Nüsse – als Bild für die Gedankenarbeit, die auch dazugehört, um dem Weihnachtsfest näher zu kommen, „an den Kern der Sache zu kommen“. Er schenkt uns die Lebkuchensterne – Lebkuchen sind verfeinerte, mit Gewürzen angereicherte Brote – und er bringt Äpfel, Symbol für die Erkenntniskräfte des Menschen, oder auch Mandarinen, die als Sonnenfrüchte das Süße in uns nähren. Diese Gaben legt er als Wegzehrung in unsere Schuhe oder Stiefel, die wir geputzt hinausstellen. So hilft uns der Nikolaus den Weg zum Weihnachtsgeschehen hin zu bereiten.
 

Geheimniskörbchen und Moosgärtchen

Der Nikolaus bringt uns auch das „Geheimniskörbchen“ mit. Darin liegt jeden Tag bis zu den Ferien ein Geschenk aus der Natur verborgen, dass die Kinder während des Morgenkreises erhalten. Jedes Kind legt seinen Schatz behutsam in sein Moosgärtchen. Die Moosgärtchen wurden in den ersten Adventstagen vorbereitet, dabei helfen die Kinder Erde in Tonschalen zu füllen und Moos darauf zu legen. Jeden Tag füllt sich das Moosgärtchen also mit Schätzen aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich, bis dann kurz vor Weihnachten die Kinder Maria, Josef und das Kindlein aus Bienenwachs kneten, manchmal gesellen sich Ochs und Esel dazu, oder der Engel. Zuletzt werden immergrüne Zweige und eine Bienenwachskerze ins Moosgärtchen gesteckt. Bei unserer kleinen Weihnachtsfeier erhält jedes Kind sein Gärtchen eingepackt als Geschenk für die ganze Familie und die Kerze darauf darf dann am Heiligen Abend angezündet werden.

Während der Adventszeit pflegen und gießen wir täglich die Moosgärtchen, die Kinder springen oft hin, schauen sich ihr Gärtchen an und ordnen die Schätze immer wieder neu. An diesem kleinen Moosgärtchen erleben die Kinder selber schaffend, was auch am großen Krippengärtchen geschieht, erleben den engen Zusammenhang zwischen der Natur und dem Weihnachtsgeschehen, wie es im Lukas-Evangelium berichtet wird.

Ebenfalls im Geheimniskörbchen finden wir zwei bis drei Nüsse jeden Morgen, für jedes Kind im Laufe der Adventswochen eine. Alle lauschen, wenn die Nuss in der geschlossenen Hand der Kindergärtnerin von Ohr zu Ohr wandert; das Kind, bei dem die Nuss klappert, erhält sie dann, öffnet sie und zeigt den anderen stolz seinen schönen Edelstein. Beide goldenen Nusshälften legen die Kinder ins Moosgärtchen, in der einen Schale liegt der Edelstein, in die andere wird das geknetete Kindlein auf Wolle gelegt.

Jeden Morgen haben die Engel neue goldene Briefe in den Tannenstrauß gelegt. Im Kerzenschein kann man, wenn man sehr gut schaut, den Namen des Kindes lesen, das eine Engelspost erhalten hat. Strahlend betrachten die Kinder ihre Engelskarten und zeigen sie herum, bevor wir sie an einem blauen Tuch befestigen. Jeden Tag werden es mehr Karten und die Kinder können sich sehr gut merken, wem welche gehört. Am letzten Tag erhalten alle ihre Engelspost als Weihnachtsgeschenk verpackt mit nach Hause.
 

Das Krippenspiel

Nachdem der Nikolaus bei uns war, fangen wir an, jeden Vormittag zum Abschluss das Krippenspiel mit verteilten Rollen zu spielen. Jeden Tag schlüpfen die Kinder in eine andere Rolle, die wir mit Umhängen und Tüchern andeuten. Das Krippenspiel ist aus Weihnachtsliedern und gesprochenen Texten zusammengestellt. Über die Nachahmung prägen sich die Lieder und Gesten tief bei den Kindern ein, und voll Freude wird das Krippenspiel immer wieder während der Freispielzeit morgens aufgegriffen – nicht nur in der Adventszeit.

Am letzten Kindergartentag vor den Ferien laden wir alle Eltern und Geschwister zu unserer kleinen vorweihnachtlichen Feier ein. Noch einmal erleben wir alle gemeinsam mitwirkend das Krippenspiel. Danach sitzen wir gesellig zusammen und essen die für diese Feier gebackenen Ausstecherle. Wir singen einige unserer Weihnachtslieder, dann erhalten die Kinder ihre Geschenke überreicht und mit unserem schönsten Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging“ verabschieden wir uns in die Weihnachtszeit.
 

Das Fest der Liebe

An den Heiligen Abend schließen sich die Zwölf Heiligen Nächte an, eine bedeutungsvolle Zeit zwischen den Jahren, in der wir ausruhen und neue Kräfte sammeln können. Erst wenn die Heiligen Drei Könige das Jesuskind, das jetzt schon im Haus ist, angebetet und beschenkt haben, werden wir uns wieder im Kindergarten sehen. Nun herrscht eine ganz andere Stimmung; die Kinder freuen sich auf das Drei-Königs-Spiel, das wir bis Maria Lichtmess am 2. Februar durchtragen. Durch das Auftreten der Heiligen Drei Könige können die Kinder ein vollständiges Bild des Weihnachtsereignisses erleben. Die Evangelien bergen ein großes Geheimnis, in zwei Bildern wird es angedeutet: Im Lukas-Evangelium finden die Hirten im Stall zu Bethlehem das neugeborene Kind, im Matthäus-Evangelium beten die Weisen aus dem Morgenland das Jesuskind im Haus an.

Durch alle vorher beschriebenen Tätigkeiten in der Adventszeit wollen wir dem Kind im Kindergartenalter den geistigen Inhalt des Christgeburtsfestes erlebbar machen. In der Adventszeit haben wir uns vorbereitet auf die Ankunft des Christuskindes, das uns vom Vatergott in dunkelster Erdennacht geschenkt wird und als das hellste Licht auf der Erde ankommt. Es soll den Keim bilden für ein neues brüderliches Miteinander unter den Menschen. Das Weihnachtsfest ist das Fest der Liebe und so ist das Christkind, das die Geschenke bringt, ein Wahrbild für den Christus, der uns so liebt, dass wir schenken wollen. Wenn die Kinder größer werden und danach fragen, werden sie verstehen, dass die Erwachsenen Helfer des Christkindes sind, und werden auch den Wunsch haben, später solche Helfer zu sein.

Zum Schluss möchte ich als Abrundung das folgende Gedicht von Ch. Morgenstern anfügen, das den Weihnachtsgedanken in sehr stimmiger Weise ausdrückt:
 

Licht ist Liebe

Licht ist Liebe ... Sonnen-Weben
Liebes-Strahlung einer Welt
schöpferischer Wesenheiten –
die durch unerhörte Zeiten
uns an ihrem Herzen hält,
und die uns zuletzt gegeben
ihren höchsten Geist in eines
Menschen Hülle während dreier
Jahre: da Er kam in Seines
Vaters Erbteil – nun der Erde
innerlichstes Himmelsfeuer:
dass auch sie einst Sonne werde.

Christian Morgenstern

 

Ein Beitrag der Heilbronner Schulzeitung „Kursiv“.

 

 

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