Ein Kurzfilm - Projektwoche der Oberstufe

Oskar Stipani (Freie Waldorfschule Magdeburg)

Die Aufgabenstellung war klar: ein Kurzfilm über ein frei gewähltes Thema sollte in einer Woche produziert werden. Doch was ist zu tun, um einen sehenswerten Film zu drehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Videokurs während der Projektwoche.

„Alles bereit? Uuund bitte!" Dieser Satz fiel während der Projektwoche bei den Dreharbeiten zu unserem Kurzfilm bestimmt hunderte Male ...

... doch was muss getan werden, bevor es zum Abdrehen der einzelnen Szenen kommen kann? Genau mit dieser Frage beschäftigten wir uns, die zwölf Schüler aus 9., 10. und 11. Klassen, am ersten und zweiten Tag des Videokurses. Welche Jobs gibt es zu erledigen? Wie schreibt man eigentlich ein Drehbuch? Wie sieht's aus mit dem Equipment? Und wie bedient man eigentlich eine Kamera? Etliche Fragen gab es am Montag zu klären, bevor wir begannen, das Grundgerüst für unser Drehbuch zu entwickeln. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns dafür, die Geschichte zweier Jugendlicher zu verwirklichen, die auf dem Weg zur Schule ihren Bus verpassen und sich entscheiden müssen, ob sie nun rennen oder auf den nächsten Bus warten wollen, um die Schule noch rechtzeitig zu erreichen.

Nachdem die endgültige Geschichte feststand, suchten wir uns die passenden Drehorte und schrieben das Drehbuch nieder. Dann wurden die zu erledigenden Arbeiten verteilt. Es brauchte 3 Schauspieler, einen Regisseur, mehrere Kameraleute, die Requisite und zwei, die sich um gute Beleuchtung am Set kümmern sollten.

Und endlich, nachdem wir all diese organisatorischen Schritte hinter uns gebracht hatten, hieß es dann am Mittwoch: „Klappe ab!" Es wurde gefilmt, gerannt, beleuchtet und geschauspielert was das Zeug hielt, bis wir schließlich alle benötigten Einstellungen im Kasten hatten. Endlich sahen wir, was aus dem geplanten Drehbuch einmal werden würde!

Damit aus den einzelnen Szenen ein zusammenhängender Film werden konnte, musste geschnitten werden. Für den Schnitt trafen wir uns deshalb am Donnerstag im Offenen Kanal Magdeburg, der uns zwei seiner Schnittplätze zur Verfügung stellte. Wir lernten den groben Umgang mit dem Schnittprogramm „Adobe Premiere" und brachten unseren Film in Form. Da wir zwei Schnittplätze zur Verfügung hatten, schnitten wir zwei Versionen des Films aus dem gleichen Material. Es ließ sich deutlich erkennen, welche Unterschiedlichkeit durch verschiedene Musik und einen anderen Schnitt entstehen kann und welche Emotionen und Sichtweisen allein durch diesen darstellbar werden!

Am Freitag war dann, nach einer Woche gemeinsamer Arbeit, schließlich die Premiere, als unsere beiden Kurzfilme während der Präsentation der Jahresarbeiten gezeigt wurden. Für die Arbeit und deren Ergebnisse erhielten wir großen Applaus. Später wurden beide Kurzfilme im „Offenen Kanal Magdeburg" ausgestrahlt.

Die Woche war sehr interessant und wir sind stolz, dieses Projekt in einer doch recht kurzen Zeit gemeistert zu haben! Bei einigen Schülern hat der Videokurs außerdem weiteres Interesse an der Produktion von Filmen geweckt. Wir würden uns über einen weiteren Videokurs bei der nächsten Projektwoche freuen!

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